Immobilienwirtschaftliches Glossar

1 / 9 - A - Abd - Abg - Abs - Abw - Ai - Alte - Angel - Ap - Are - Ass - Aus - Av - B - Bar - Bau - Bauh - Baul - Baus - Baustoff - Be - Ben - Betonf - Bin - Bo - Boh - Bre - Bur - C - Ci - D - Dar - Dep - Do - Dre - E - Eink - Ek - Er - F - Fam - Fer - Fi - Flachm - Fo - For - Fr - Frem - Fro - Funk - G - Gas - Gef - Geh - Geschi - Gi - Gr - Gru - Grunds - Grup - H - Hau - He - Ho - Holz - Hoteli - Hu - I - Immobilienl - In - Ins - J - K - Kap - Kat - Ke - KG - Kle - Kn - Kon - Kor - Kran - Kry - L - Lai - Lat - Lee - Li - Lo - M - Markt - Mau - Mehr - Mietf - Mis - Mol - Müh - N - Ne - Ni - No - O - Ol - P - Par - Pe - Pfer - Pl - Po - Pr - Pu - Q - R - Raum - Reet - Ren - Ri - Rok - Ru - S - SB - Sche - Schil - Schm -Schu - Se - Sel - Si - So - Sp - Spi - St - Staf - Stan - Stat - Sti - Sto - Strau - Stuhl - Sub - T - Te - Ter - Tief - Tor - Tr - Tri - Tro - Tun - Turm - U - Ug - Un - V - Verbl - Verk - Verm - Vi - Vo - W - Wasser - Wei - Wert - Wi - Wo - Wohnung - Wu - Z - Zi - Zu

Einträge zu Ass – Aul

Assekuranzwert (immobilienbezogen): Eine vor allem in der Schweiz geläufige Bezeichnung für den Versicherungswert einer Immobilie.

Asset: Englischer Begriff, der für »Vermögen», »Vermögensgegenstand», »Aktivposten« usw. steht. Er kann auch auf Immobilien bezogen werden; hierbei steht nicht deren gegenständliche Dimension im Vordergrund, sondern eine kaufmännische Betrachtung, die Immobilien implizit als eine Vermögensklasse unter anderen versteht.

Asset Deal (immobilienbezogen): In deutschen Fachkreisen gängiger Anglizismus, der eine »echte« Immobilientransaktion bezeichnet. Konkret: Er steht für die Eigentumsübertragung einer Immobilie selbst.

Asset Management: Die Betreuung, Steuerung und Verwaltung von Vermögen. Das Asset Management widmet sich zuvorderst Fragen, die in die kaufmännische Rubrik fallen. Die alltägliche Arbeit erweist sich als stark zahlenbasiert bzw. zahlungsstromorientiert. Immobilienbezogen liegt ein vorrangiges Ziel darin, den laufenden Betrieb einer Immobilie oder eines Portfolios ertragsoptimal zu gestalten. In diesem Rahmen kann es eine zentrale Aufgabe sein, strategische Leitlinien für Investitionsentscheidungen und gegebenenfalls deren strukturierte Finanzierung zu entwerfen. Die Managementfunktion kann sich aber auch darauf beschränken, eine von Investoren- bzw. Eigentümerseite vorgegebene Strategie umzusetzen (vertiefend siehe Immobilienmanagementlinien – Definitionen).

Asset Manager: Eine für die kaufmännische Betreuung und Steuerung von Vermögen bzw. Vermögensanlagen zuständige Fachkraft. Immobilienbezogen sind Asset Manager dafür verantwortlich, den Betrieb einer Immobilie oder eines Portfolios ertragsoptimal zu gestalten. Sie können auch damit betraut sein, Anlagestrategien zu entwerfen und umzusetzen oder Bestände anhand vorgegebener Leitlinien zu gestalten.

Asthana Mandapam: Eine Versammlungshalle hinduistischer Tempel.

Astragal (Ornamentik): Ein Fries, der eine Aneinanderreihung von Kugeln bzw. Perlen abbildet. Vielfach sind zwischen diese bzw. von diesen gebildete Gruppen anderweitige Formen eingefügt.

Astwerk (Architektur): Ein flächenhaft ausgeführtes spätgotisches Ziermotiv, das einander überkreuzende bzw. miteinander verwobene Aststücke samt Stümpfen in naturalistischer Form nachbildet. Das Astwerk trat vor allem im deutschen, französischen und spanischen Kulturkreis vielfach an die Stelle des streng geometrischen → Maßwerks; es wurde insbesondere zur Verzierung von → Sakralbauwerken bzw. einzelnen Bau- und Ausstattungselementen entsprechender Gebäude eingesetzt.

Atelier: Lehnwort aus Französischen, das die Werkstatt bzw. den Arbeitsplatz einer Person bezeichnet, die gemeinhin dem Kreis der Kreativen zugeordnet wird (Bildhauer, Kunstfotograf, Maler usw.).

Atemschutzwerkstatt (Feuerwehr): Räumlichkeiten, die zur Überprüfung, Wartung, Reparatur und Verwaltung von Atemschutz- / Atemluftgeräten und Chemikalienschutzanzüge dienen.

Atlant (Architektur): Gehauene Figur eines aufrecht oder gebeugt stehenden, bisweilen auch knienden Mannes im antiken Griechenland, die als tragendes Element anstelle herkömmlicher Säulen eingesetzt wurde. Anders als das weibliche Gegenstück, die → Karyatide, wird der Atlant zumeist mit erhobenen Armen dargestellt, was seine tragende Funktion sinnfällig werden lässt.

Atmender Baustoff: Eine bildhafte Bezeichnung für einen diffusionsoffenen, also luft- und dampfdurchlässigen Baustoff, der aufgenommene Feuchte bei entsprechenden Rahmenbedingungen abgibt. Zu den atmenden Baustoffen zählen u. a. Porenbeton und Backstein bzw. Ziegel.

Atombunker: Siehe → Atomschutzbunker.

Atomschutzbunker: Ein strahlungssicherer, mit zweckoptimierten Luftfiltern ausgerüsteter → Tiefbunker, der darauf ausgelegt ist, unmittelbare Auswirkungen eines Kernwaffeneinsatzes zu überleben. Große Anlagen sind üblicherweise mit einer unabhängigen Stromversorgung, Wasser und Nahrungsspeichern sowie Krankenversorgungseinrichtungen ausgestattet.

Atrium (modernes Verständnis): Im gegenwärtigen Sprachgebrauch bezeichnet das Wort entweder von Glasdächern überspannte Innenhöfe oder hoch aufstrebende, mehrere Stockwerke durchragende Gebäudeinnenbereiche.

Atrium (historisch): Die Bezeichnung für den durch eine Deckenöffnung belichteten Innenraum eines antiken römischen Wohnhauses.

Atriumhaus: Ein Gebäude, das in seinem Zentrum einen offenen oder glasüberdachten Innenraum besitzt. Die Bauweise war seit frühen Zeiten in Kulturen verbreitet, die eine betonte Trennung zwischen öffentlichem und privatem Raum pflegen. Die Bauform ermöglicht es, weitgehend öffnungslose Außenfassaden zu schaffen, da Belichtung und Belüftung buchstäblich von innen heraus erfolgen können.

Attika (Dach, Wand): Ursprünglich eine fensterlose Wand oder Aufmauerung über dem Kranz- bzw. Hauptgesims eines Gebäudes, die dazu dient, die Dachkonstruktion zu verdecken. Während der Renaissance entstanden Attiken die sich aus → Balustern zusammensetzten.

Attika (Stockwerk): Vergleiche → Attikageschoss (Architektur).

Attikageschoss (Architektur): Ein gemessen an anderen Stockwerken eines Gebäudes vergleichsweise niedriges, bisweilen (z. B. bei barocken Prunkbauten) hinter die Fassadenfront zurückgenommenes Geschoss, das oberhalb des Kranzgesimses liegt bzw. ein Gebäude nach oben hin abschließt.

Attikawohnung: Im Schweizerdeutsch eine Bezeichnung für eine Penthaus- bzw. Penthousewohnung.

Attische Basis: Ein Säulenfuß, der aus zwei ausgeprägten Wulsten und einer dazwischen ausgeformten Hohlkehle besteht, die von dünnen, vertikal profilierten Plättchen begrenzt wird.

Attisches Geschoss: → Attikageschoss (Architektur).

ATV (Recht, Deutschland): Seht für »Allgemeine Technische Vertragsbedingungen», die in Teil C der → Vertrags- und Vergabeordnung für Bauleistungen geregelt sind.

Ätzkalk: Eine andere Bezeichnung für Calciumoxid bzw. Branntkalk. Es handelt sich um einen puderigen, stark exotherm mit Wasser reagierenden Stoff. Ätzkalk wird vor allem bei der Herstellung von Kalksandstein sowie als Zugabe zu Mörteln und Putzen verwendet.

Au (Gewässer): Die von einem Wechsel von Hoch- und Niedrigwasser geprägte Niederung entlang von Fließgewässern bzw. der naturbelassene jahreszeitliche Überschwemmungsbereich.

Audimax: Die gebräuchliche Verkürzung von »Auditorium Maxmium», dem größten Hörsaal einer Universität bzw. Hochschule.

Auditorium (Kloster): Ein zumeist nahe dem Kreuzgang gelegener klösterlicher Saal, der zur Begegnung und der Erledigung von Schreibarbeiten dient.

Auditorium (Lehreinrichtung): Ein Hörsaal, ein regelhaft mit ansteigenden Sitzreihen bestuhlter Saal, dessen Sitze mit Schreibplatten ausgestattet sind.

Auditorium Maximum: Die Bezeichnung für den größten Hörsaal einer Universität bzw. Hochschule.

Aue (Gewässer): Die von einem Wechsel von Hoch- und Niedrigwasser geprägte Niederung entlang von Fließgewässern bzw. der naturbelassene jahreszeitliche Überschwemmungsbereich.

Auer Zunft (Barock): Ein auf Familienverbünden aus Au beruhender Zusammenschluss von Baumeistern, Maurermeistern und Stuckateuren aus dem Bregenzerwald im heutigen österreichischen Bundesland Vorarlberg. Die Zunft arbeitete weit überwiegend für geistliche Auftraggeber, insbesondere für Benediktiner- und Prämonstratenserklöster in Süddeutschland (Schwaben), dem Elsass und in der Schweiz. Im Zuge ihrer Tätigkeit entwickelte die Zunft eine Raumgliederung für sakrale Bauwerke, die als »Vorarlberger Münsterschema« bekannt wurde. Kennzeichnend sind einschiffige, tonnengewölbte, lichtdurchflutete Langhäuser in Form von Wandpfeilerbauten, die beidseitig von aufeinanderfolgenden Kapellen und durchlaufenden Emporen begleitet werden. Das regelhaft im Osten anschließende Querhaus erscheint verkürzt, greift also nur wenig über die Bauflucht hinaus aus. Das Langhaus setzt sich in einem an das Querhaus ansetzenden Chor fort. Die Innengestaltung prägen weiße Stuckarbeiten sowie mit vorkragendem Gebälk versehene → Pilaster. Bekannte Mitglieder der Auer Zunft waren die Familien Beer und Thumb sowie Caspar Mosbrugger. Der Baustil der Auer Zunft wird als »Vorarlberger Bauschule« bezeichnet.

Aufbeton: Ein → Beton, der nachträglich auf eine bestehende Betonoberfläche aufgebracht wird. Die Aufbringung erfolgt, um Unebenheiten bzw. Höhenunterschiede auszugleichen oder die Tragfähigkeit verbauter Betonteile zu erhöhen.

Aufblattung (Fachwerk): Ein alter Ausdruck für eine Kammverbindung bzw. eine Eckverkämmung. Angesprochen ist eine Verbindung zweier winklig aufeinandertreffender bzw. einander kreuzender Hölzer. Der unterlagernde Teil wird »Blattsasse« genannt, der aufliegende »Blatt«.

Aufbrechen (Bergbau): Die Herstellung eines Schachts von unten nach oben.

Aufbruch (Bergbau): Ein → Blindschacht, der von einer Sohle aus zu einer höher gelegenen angelegt wird.

Aufbruchbauweise (Tunnelbau): Bei der »(Alten) Österreichischen Bauweise« wird zunächst ein Sohl- oder Firststollen vorgetrieben. Anschließend wird ein Firstschlitz erstellt. Von dessen oberem Abschluss aus erfolgt der Vollausbruch des Tunnelquerschnitts.

Auffahren (Bergbau): Die Schaffung eines → Grubenbaus (z. B. einer Strecke).

Auffahrung (Bergbau): Siehe → Auffahren (Bergbau).

Aufgehendes Mauerwerk: Ein regelhaft tragendes → Mauerwerk eines Gebäudes, das oberhalb der Geländekante liegt bzw. sichtbar ist.

Aufgeld: Ein Aufschlag auf den Nennwert eines Wertpapieres bzw. Anteilscheins, also die Differenz zwischen Nominalwert und dem zu zahlenden Preis. Aufgabeaufschläge sind z. B. bei Anteilsscheinen von Immobilienfonds üblich. Andere Bezeichnungen sind »Agio« und »Ausgabeaufschlag«.

Aufgesattelte Treppe: Eine → Treppe, deren Trittstufen auf sägezahnartig ausgeschnittenen Holmen aufliegen oder auf eingebaute Zwischenstücke aufgesattelt sind.

Aufhebungsentgelt: Eine Geldbetrag, die viele Banken einfordern, wenn ein Darlehensnehmer vorzeitig zurückzahlt.

Auflagerquader: Ein Natursteinblock, der als Brückenwiderlager dient.

Auflassung: Ein sachenrechtlicher Begriff. Er bezeichnet die notariell oder gerichtlich zu beurkundende Einigung zwischen Käufer und Verkäufer bezüglich der Eigentumsübertragung an einem Grundstück. Die Auflassung selbst bedingt keinen Eigentumsübergang; dieser tritt erst ein, sobald die Rechtsänderung im Grundbuch eingetragen ist. Zumeist wird die Auflassung zeitgleich mit der notariellen Beurkundung des Kaufvertrags erklärt. Vertiefend siehe → Auflassungserklärung und → Auflassungsvormerkung.

Auflassungserklärung: Eine ausdrückliche, notariell oder gerichtlich zu beurkundende Erklärung von Verkäufer und Käufer über den Eigentumsübergang an einem Grundstück.

Auflassungsverfügung: Siehe → Auflassungserklärung.

Auflassungsvormerkung: Ein irreführender Begriff, insofern keine → Auflassung vorgemerkt wird. Vielmehr handelt es sich um einen Grundbucheintrag, der einen anstehenden Übergang von Rechten an einem Grundstück bzw. eine Übertragung des Eigentums an einem Grundstück vormerkt. Hintergrund: Mit Unterzeichnung eines Kaufvertrages ist der Erwerber einer Immobilie noch nicht deren rechtlicher Eigentümer. Diese Stellung erlangt er erst, wenn er als solcher ins Grundbuch eingetragen ist. Die Auflassungsvormerkung verschafft ihm einen Anspruch auf den Vollzug der ausgehandelten Übertragung; zudem schützt sie seine grundlegenden Interessen (beispielsweise verhindert sie einen Zugriff Dritter auf das bereits von ihm bezahlte Grundstück).

Aufmaß (allgemeine Ausmessung): Die Aus- bzw. Vermessung und zeichnerische Dokumentation eines Gebäudes bzw. Bauwerks.

Aufmaß (Gebäudeöffnungen): Die Ausmessung von Fenster- und Türöffnungen.

Aufnahmegebäude: Eine schweizerische und österreichische Bezeichnung für »Empfangsgebäude«. Es handelt sich um Gebäude bzw. Gebäudetrakte, die in Passagierverkehrslagen integriert sind; sie dienen dem Zweck, betriebliche Abläufe bzw. den Kundenverkehr abzuwickeln (Fahrkartenverkauf, Gepäckabfertigung usw.). Empfangsgebäude können Wartezonen beinhalten.

Aufnahmsgebäude: Eine österreichische Bezeichnung für »Empfangsgebäude«. Es handelt sich um Gebäude bzw. Gebäudetrakte, die in Passagierverkehrslagen integriert sind; sie dienen dazu, betriebliche Abläufe bzw. Kundenverkehre abzuwickeln (Fahrkartenverkauf, Gepäckabfertigung etc.). Empfangsgebäude können Wartezonen beinhalten.

Aufpfropfung (Holzbearbeitung): Eine stabile Längsverbindung zweier Rundhölzer. Die Verbindung erfolgt z. B. mittels eines Dorns.

Aufputzverlegung (Elektroinstallation): Die offene Verlegung elektrischer Kabel auf einer Putzschicht oder einer rohen → Wand bzw. → Mauer. Im Ergebnis bleiben die Leitungen sichtbar und unmittelbar zugänglich.

Aufputzverlegung (Rohrverlegung): Die offene Verlegung von Rohren auf einer Putzschicht oder einer rohen → Wand bzw. → Mauer. Der Vorteil dieser sichtbar bleibenden Installation liegt u. a. in erleichterten Wartungs- und Reparaturmöglichkeiten.

Aufrichte: Schweizerisches Wort für »Richtfest«. Eine Feier zur Fertigstellung von Rohbau und Dachstuhl (oder Dach).

Aufriss: Im allgemeinen Verständnis die vertikale Ansicht eines → Gebäudes bzw. → Bauwerkes. In Architektur und Ingenieurwesen wird unter »Aufriss« die zeichnerische Darstellung der Front- oder Seitenansicht eines Gebäudes bzw. Bauwerkes verstanden.

Aufsandung (Österreich): Der Verzicht auf ein im Grundbuch eingetragenes Recht bzw. die Einwilligung in eine Änderung grundbuchlich gesicherter Rechte.

Aufsandungserklärung: Ein im österreichischen Grundbuchsrecht verankerter Begriff. Es handelt sich um eine persönliche, gerichtlich oder notariell beglaubigte Erklärung, einer Grundbuchseintragung von vertraglichen Änderungen bestehender Rechte zuzustimmen.

Aufsatzofen: Eine Fortentwicklung des → Kastenofens. Anders als dieser »Brennstofffresser« bestand dieser Ofentyp aus einem eisernen Unterteil und einem gekachelten Aufsatz. Im schnell aufgeheizten Eisenteil erzeugte Hitze wurde teils in die beständig Wärme abgebende Keramikpartie übertragen. Die weiterhin als → Fünfplattenofen ausgelegte Heizung wurde ab dem 18. Jahrhundert zunehmend vom → Hinterlader in einen Vorderlader übergeführt; es entstand der → Sechsplattenofen.

Aufschiebling (Dachkonstruktion): Ein keilförmiges, kurzes Holz, das auf den unteren Abschluss eines → Sparrens genagelt wird, um den Dachüberstand herzustellen.

Aufschlagfest: Ein anderer Begriff für »Richtfest«. Eine Feier, die abgehalten wird, sobald Rohbau und Dachstuhl (oder das Dach) vollendet sind.

Aufschlagrösche (Bergbau): Ein stollenartiger, geneigter Grubenbau, durch den Aufschlagwasser zum Antrieb von Kunstgezeugen (bergbauliche Anlagen bzw. Maschinen) in die Grube eingeleitet wird.

Aufschlagsrichtung (Fenster, Tür): Die Öffnungsrichtung – bezogen auf einen Raum oder Gebäude nach innen oder außen – eines Fensters oder einer Tür.

Aufschließen (Bergbau): Ein Oberbegriff für Maßnahmen, die dazu dienen, eine Lagerstätte zugänglich zu machen. Mit anderen Worten: die Anlage eines neuen Bergwerks bzw. die systematische Erweiterung einer bestehenden Grube.

Aufschließung (Bergbau): Siehe → Aufschließen (Bergbau).

Aufschließung (Infrastruktur): Eine vor allem in Österreich verwendete Bezeichnung, die in Deutschland zumeist als »Erschließung« bezeichnet wird. Angesprochen sind bauliche Maßnahmen (und rechtliche Vorgänge), die dazu dienen, ein Grundstück oder eine Reihe von Grundstücken einer wohnungswirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen, gewerblichen Nutzung usw. zuzuführen. Angesprochen sind Anschlüsse an das Ver- und Entsorgungsnetz sowie das Straßen- und Wegenetz.

Aufschließungsbeitrag: Eine vor allem in Österreich verwendete Bezeichnung für eine verpflichtende finanzielle Beteiligung von Grundstückseigentümern an → Erschließungs- bzw. → Aufschließungsmaßnahmen.

Aufschließungskostenbeitrag: Siehe → Aufschließungsbeitrag.

Aufschließungsmaßnahme(n): Siehe → Aufschließung.

Aufschrift (Grundbuchwesen, Deutschland): Auch »Deckblatt« genannt. Die Aufschrift eines Grundbuchblattes bezeichnet das zuständige Amtsgericht, den Grundbuchbezirk und die Blattnummer. Gegebenenfalls enthält es einen Schließungs- oder Umschreibungsvermerk. Auf Erbbaurechte wird unter dem Vermerk über das Blatt der eingeklammerte Hinweis »Erbbaugrundbuch« gesetzt, bei Eigentumswohnungen entsprechend »Wohnungsgrundbuch», »Teileigentumsgrundbuch« oder »Wohnungserbbaugrundbuch« eingetragen.

Aufsparrendämmung: Eine bei geneigten Dächern (Satteldach usw.) verbreitete Art der Wärmedämmung. Dabei werden hochgradig dimensionsstabile Dämmplatten über die gesamte Dachfläche hinweg auf die → Sparren aufgelegt. Die Dämmung liegt letztlich unmittelbar unter der abschließenden Dacheindeckung. Gegenüber anderen Dämmverfahren besitzt die Aufsparrendämmung einige Vorteile: 1. Sie beansprucht keinen Raum im Gebäudeinneren. 2. Sie schützt sowohl den Innenraum als auch die Dachkonstruktion. 3. Sie kann eingesetzt werden, ohne einen womöglich vorhandenen Innenausbau bzw. eine Innenverkleidung der Dachkonstruktion antasten zu müssen.

Aufstreichkelle: Ein zum Fliesenlegen eingesetztes Werkzeug. Es besteht aus einer rechteckigen, mit einem Griff versehenen Platte, die an einem Rand oder an zwei Seiten gezahnt ist. Die Zahnung dient zur Durchkämmung aufgebrachten Fliesenklebers. Das Werkzeug wird auch als »Zahnkelle« bezeichnet.

Aufteilungsplan (Wohungseigentum): Ein insbesondere in Zusammenhang mit der Begründung von → Wohnungseigentum erforderlicher Gebäudeplan, aus dem u. a. das Abgeschlossenheitsmerkmal ablesbar sein muss. Die Darstellung deckt sich weitestgehend mit Bau- und Grundrissplänen, die im Rahmen eines Bauantrages vorzulegen sind. Der Plan bildet alle Sondereigentumseinheiten (Gewerberäume, Wohnungen, zugehörige Balkone, Keller, Stellplätze usw.) ab. Jeweilige Einheiten bzw. Elemente werden aufsteigend nummeriert. Diese Ziffern bilden die Grundlage für die Bestimmung der Sondereigentumseinheiten in der späteren Teilungserklärung.

Auftragsentwickler (immobilienbezogen): Ein → Projektentwickler, der ein bauliches Vorhaben gemäß den Vorgaben und auf Rechnung eines Dritten plant und verwirklicht.

Auftritt (Stufe): Die von einer Stufenvorderkante bis zum vorderen Abschluss ihrer Stoß- bzw. Setzstufe reichende Fläche bzw. deren Tiefe.

Auftrittsbreite (Stufe): Die Tiefe einer einzelnen Stufe bzw. Abstand von einer Stufenvorderkante zur Vorderkante einer folgenden Trittstufe oder der → Stoßfuge. Die Auftrittsbreite wird in der Lauflinie gemessen.

Aufvermietung: Ein Vorgang, bei dem eine aus mehreren Nutzungseinheiten bestehende oder in mehrere Einheiten aufteilbare, ganz oder zu beachtlichen Anteilen leerstehende Immobilie gezielt und regelhaft schrittweise mit Mietern belegt wird.

Aufwältigung (Bergbau): Die Wiederbegehbarmachung bzw. Wiederbefahrbarmachung aufgelassener Grubenbaue.

Aufzug (Förderanlage): Siehe → Aufzuganlage.

Aufzug (Wehrbau): Die sichtbare Erhebung bzw. der sichtbare Teil einer Festung über dem Horizont.

Aufzuganlage: Eine technische Einrichtung bzw. »unstetige« Förderanlage mit Kabine, Fahrkorb oder Plattform zur vertikalen oder schrägen Beförderung von Personen und / oder Lasten.

Aufzugbatterie: Eine Reihe nebeneinandergelegener Aufzüge bzw. Aufzugsschächte.

Aufzugsanlage: Siehe → Aufzuganlage.

Aufzugschacht: Die Röhre, in der Kabinen, Fahrkörbe oder Fahrplattformen (Paternoster) bewegt werden.

Aufzugsschacht: Siehe → Aufzugschacht.

Aula Regia: Der »Königssaal« bzw. die »Königshalle« mittelalterlicher Pfalzen. Der Begriff wurde auf die Pfalz selbst übertragen.