Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Are – Asp

Area Director of Revenue Management (Hotellerie): Ein »Gebietsleiter für Ertragsmanagement« ist für mehrere Hotels innerhalb eines Gebietes zuständig. Er arbeitet darauf hin, jeweilige Auslastungs- und Preisstrukturen zu optimieren, um ein bestmögliches Gesamtergebnis zu erzielen.

Areal: Eine begrenzte bzw. abgrenzbare Fläche, ein Stück Land bzw. ein Grundstück oder auch ein Grundstücksbereich.

Arealitätsindex (Einzelhandel): Siehe → Arealitätskennziffer (Einzelhandel).

Arealitätskennziffer (Einzelhandel): Ein Indexwert, der angibt, wie sich die in einem Gebiet (Stadt, Gemeinde usw.) pro Kopf vorhandene Verkaufsfläche zur durchschnittlichen Verkaufsfläche einer übergeordneten Raumeinheit (Gesamtstaat, Bundesland) darstellt. Werte über 1 besagen, dass am Ort bzw. im betrachteten Raum ein höherer Verkaufsflächendurchsatz vorliegt, Werte kleiner 1 verweisen auf einen geringeren Besatz.

Arealitätsziffer (Demographie): Der Kehrwert der → Bevölkerungsdichte, also die innerhalb eines Gebietes (Region, Staat usw.) pro Einwohner durchschnittlich verfügbare Fläche (qm, ha, qkm).

Arealstatistik (Schweiz): Eine Auswertung von Informationen zur Bodennutzung und Bodenbedeckung, die alle zwölf Jahre auf Grundlage von Luftbildern des Bundesamtes für Landestopographie (swisstopo) vorgenommen wird. Mit den zahlenbasierten Statistiken verbindet sich die Bereitstellung von Geobasisdaten für → GIS.

Arena (allgemein): Ein Gebäude, Bauwerk oder eingefasster Platz, das bzw. der zur Austragung von (Schau)Kämpfen bzw. Kampf- und Kontaktsportveranstaltungen dient. Auch wenn heute zahlreiche Veranstaltungsstätten als Arena bezeichnet werden, bleibt die Kampforientierung ein maßgebliches Definitionskriterium.

Arena (historisch): In der Antike ein sandbedeckter Platz, der zur Abhaltung zumeist kultisch unterlegter, mit hartem Körpereinsatz ausgetragener Wettkämpfe diente.

Arena (Spanien): Eine Stierkampfbahn bzw. Stierkampfstätte.

Ares-Tempel: Ein dem antiken griechischen Kriegsgott, Ares, geweihter → Tempel.

Argentine Balmoral (Gestein): Ein argentinischer Granit mit mittelkörnigem Gefüge und ins Rosa spielender Grundfarbe. Eingesetzt wird er u. a. zur Herstellung von Wand- und Bodenbelägen.

Argentine Mahogany (Gestein): Handelsname eines grobkörnigen, in Argentinien gebrochenen Granits mit braunen und schwarzen Gefügekomponenten. Verwendet wird das Gestein im Innen- und Außenbereich.

Aries (Belagerungs- / Sturmtechnik): Ein römischer Widder, ein Ramm- bzw. Sturmbock. Ursprünglich handelte es sich um einen am Stoßende mit einem metallenen Widderkopf versehenen Balken, den zupackende Soldaten wiederholt gegen das jeweilige Hindernis stießen. Fortentwickelte Varianten bestanden aus rollenden Schutzdächern bzw. Einhausungen, in denen mit Haltegriffen und Metallkopf versehene Schwingrammen aufgehängt waren.

Arkade (Architektur): Ein säulen- oder pfeilergetragener Bogen.

Arkade (Einzelhandel): Ein heute architektonisch zumeist in keiner Weise gerechtfertigter Begriff für Ladenpassagen bis hin zu veritablen → Einkaufszentren. Die Bezeichnung geht auf frühe Ladenpassagen und Galerien zurück, deren Geschäftsfronten von → Arkadenreihen gegliedert waren.

Arkadenfenster: Eine als → Fenster dienende Maueröffnung, die von gereihten, jeweils durch eine kleine Säule getrennten Rundbögen gebildet bzw. ausgefüllt wird. Weit verbreitet waren Arkadenfenster während der → Romanik.

Arkadengang: Ein seitlich offener, in den Baukörper einbezogener Korridor, der in aller Regel zur Außenerschließung mehrerer Nutzungseinheiten dient. Namensgemäß kennzeichnend ist, dass die offene Längsseite von einer Arkadenreihe bzw. → Arkatur gebildet wird. Eine andere Bezeichnung ist »Bogengang«.

Arkadengesims: Ein oberhalb der Bögen einer Arkadenabfolge verlaufendes, linear entwickeltes, aus der Wand hervorstehendes Schmuck- bzw. Gliederungselement.

Arkadenhof: Der Begriff ist nicht eindeutig definiert. Grundsätzlich kann jeder → Hof, der an einer Seite einen (optisch und / oder funktional prägenden) Arkadengang aufweist mit dieser Bezeichnung belegt werden. »Echte« Arkadenhöfe sind zumindest dreiseitig bzw. überwiegend von Arkadengängen eingefasst.

Arkatur (Architektur): Eine Aneinanderreihung einzelner → Arkaden.

Arkosol (Architektur): Ein oftmals mit einer Bodenmulde zur Aufnahme des Verstorbenen versehenes Nischengrab, das sich zumeist in Felsen gemeißelt und / oder in Katakomben findet. Eine Sonderform bilden Nischengräber, die sich in Kreuzgängen oder bogenförmigen Aussparungen in Kirchenwänden befinden.

Arkosolium: Siehe → Arkosol.

Armamentarium (Gebäude): Eine seit dem ausklingenden Mittelalter gehäuft auftauchende Bezeichnung für ein → Zeughaus bzw. eine → Rüstkammer. Der Begriff bezeichnet also ein Bauwerk oder einen Gebäudetrakt, der zur Aufbewahrung, Wartung und Instandhaltung von Waffen, Rüstungen und sonstigem Kriegsgerät diente.

Armarium (Antike): Ein Schrank bzw. ein schrankähnliches Möbelstück.

Armarium (katholische Kirchen): Eine neben dem → Altar befindliche Wandnische, in der kultische Gegenstände (Hostien, Reliquien usw.) aufbewahrt werden.

Armarium (Kloster): Eine der Aufbewahrung von Büchern dienende Nische, die sich regelhaft zwischen Kircheneingang und Kapitelsaal befand. Diese Nischen waren Vorläufer der späteren Klosterbibliotheken.

Armarium (Mittelalter, allgemein): Ein Bücherschrank.

Armierter Beton (Stahl- / Spannbeton): Ein → durch eingebrachte Bewehrungsstäbe bzw. Betonstahlmatten verstärkter → Beton. Die Stahleinlagen können mit Vorspannung (→ Spannbeton) und ohne Vorspannung (→ Stahlbeton) eingesetzt werden.

Armiertes Mauerwerk: Ein zumeist aus Lochziegeln hergestelltes → Mauerwerk, das durch eingesetzte Bewehrungsstäbe verstärkt ist.

Armierung (Bauwesen): Die Verstärkung eines Baustoffes durch einen zweiten. Der auch als »Bewehrung« bezeichnete Vorgang dient dazu, die Widerständigkeit des Ausgangsstoffes gegenüber Witterungseinflüssen zu verbessern oder seine Druck- und / oder Zugfestigkeit zu erhöhen. Der Begriff kann auch die Verstärkung eines Objektes durch ein anderes bezeichnen.

Armierungsmatte (Stahlbetonbau): Eine gitterartige Einlage aus miteinander verschweißten Stahlstäben, die zur Bewehrung von → Fundamenten, Decken, Wänden usw. genutzt wird, die aus Beton hergestellt sind bzw. werden.

Armierungsputz: Ein zumeist 4 – 8 mm stark aufgebrachter → Mörtel mit vollflächig eingebettetem Bewehrungsgewebe. Dieser Mörtel wird zwischen Unter- und Oberputz geschaltet. Verwendet wird er vor allem beim Einsatz von → Leicht- und → Wärmedämmputzen.

Armierungsstab (Stahlbetonbau): Ein einzelnes, stabähnlich geformtes Betonbewehrungselement.

Armierungsstahl: Auch »Bewehrungsstahl« und »Betonstahl« genannt. Ein höchst zugfester, gerippter oder profilierter Rundstahl. Er wird in die Betonschalung eingelegt bzw. eingebaut, also einbetoniert, um die Druckfestigkeit des Betons mit der Zugfestigkeit des Stahls zu kombinieren bzw. den Beton zu verstärken.

ARR (Hotellerie): Kürzel für »Average Room Rate«. Ein über einen Betrachtungszeitraum hinweg erzielter durchschnittlicher Zimmerpreis. Dieser beruht auf einer Abfolge durchgesetzter Tagespreise, vorab ausgehandelter Firmentarife (vor allem bei geschäftskundenorientierten Hotels) und / oder vereinbarter Kontingentpreise. Die ARR beinhaltet durch Mehrfachbelegungen erzielte Umsätze.

Arriccio: Das italienische Wort für »Rauschicht«. Es handelt sich um einen Unter- bzw. Grobputz, der teils aus mehreren Schichten besteht. Er wird eingesetzt, um Unebenheiten des Untergrundes von Wandmalereien bzw. Mauerwerk auszugleichen. Der Arriccio bildet ein Feuchtereservoir, wodurch er das Austrocknen von Fresken verlangsamt.

Arrierecorps: Die hinter der Stirnseite eines → Risalits liegende Fassadenlinie des »ankernden« Baukörpers.

Arrondierung (grundstücksbezogen): Der verschmelzende Einbezug benachbarter Flächen in ein Grundstück. Ziel ist es, eine gut zu bebauende bzw. effizient zu bewirtschaftende Fläche mit vorteilhaftem Grenzverlauf zu schaffen.

Arsenal (Gebäude): Eine seit dem ausklingenden Mittelalter gehäuft auftauchende Bezeichnung für ein → Zeughaus.

Art Déco (Architektur): Eine zwischen 1920 und 1945 vor allem im angelsächsischen Raum und Kontinentaleuropa verbreitete, auf den Jugendstil folgende Strömung, ohne einheitliches bzw. eindeutiges stilistisches Grundmuster. Dieser Mode entsprungene Werke verbindet der Hang zu eleganten Gebäudeformen und Innenausstattungen, zur Verwendung wertvoller Baustoffe und eine Vorliebe für eine hohe, sinnlich unterlegte Farbintensität.

Artesischer Brunnen: Ein zur Wassergewinnung errichtetes Bauwerk bzw. eine entsprechende Anlage, das bzw. die in einen gespannten Grundwasserleiter abgeteuft ist. Dessen Druck befördert das Wasser aufwärts, sodass keine Fördereinrichtung notwendig ist.

Arthamandapa: Ein kleiner, hallenartiger Eingangsbereich hinduistischer → Tempel im zentralen und südlichen Indien. Eine gleichbedeutende Bezeichnung ist »Ardha Mandapa«.

Artilleriebunker: Ein massives, mit Artilleriewaffen bestücktes, selbst gegen Beschuss und Bombardierungen gehärtetes Bauwerk.

Art Nouveau (Architektur): Eine andere Bezeichnung des Jugendstils. Es handelt sich um eine Sammelbezeichnung für baulich-gestalterische Modeströmungen, die sich gegen Leitbilder des → Historismus wandten und zwischen 1890 und 1920 verbreitet waren. Gemeinsam ist ihnen die Vorliebe für eine geschwungene Linienführung, großflächige Floralelemente und eine Ablehnung alles beherrschender Symmetrien. Ein Leitgedanke war es, Fassadengestaltung, Innenausbau und Innenausstattung als harmonisches Ganzes zu entwickeln und die Kunst in den Rang einer Alltagserfahrung zu erheben. Zugleich versuchte der Jugendstil, die Funktion eines Gebäudes bzw. Bauwerkes in dessen Erscheinungsbild zu spiegeln.

AS (Verkehrswesen): Steht für »Anschlussstelle«.

Asbest: Ein Oberbegriff für eine Reihe faserförmiger, natürlich entstandener Silikatminerale. Aufgrund hoher Festigkeit, ausgezeichneter Isolierungseigenschaften sowie entwickelter Hitze- und Säurebeständigkeit fand Asbest – hierbei insbesondere der Weißasbest – weite Verbreitung in der Bauindustrie. Bedingt durch gesundheitsschädigende Wirkungen, die freigesetzte Fasern erzeugen können, wurde die Verwendung von Asbest weithin untersagt.

Asbest, Weißer: Die deutsche Bezeichnung für den zur Serpentingruppe gehörenden Chrysotil, den im bauindustriellen Bereich einstmals am häufigsten verwendeten Asbest. Genutzt wurde er vor allem als Bewehrungsfaser im Asbestzement.

Asbestsanierung: Die Entfernung asbesthaltiger Bauteile und Baustoffe aus einem Bauwerk bzw. Gebäude sowie deren (vollständiger oder weitgehender) Ersatz durch asbestfreie Entsprechungen.

Asbestzement: Ein → Zement mit einem Asbestfaseranteil von mindestens 15 %.

Aschram: Dem Duden entsprechende, m. E. zweifelhafte deutsche Schreibweise von → (der) »Ashram«.

Ashram: Unter Leitung eines Gurus stehende Lehr- und Meditationseinrichtung im indischen Kulturkreis. Ashrams tragen klosterähnliche Züge.

Asphalt: Natürlich vorkommendes oder technisch erzeugtes Gemisch von → Bitumen und mineralischen Stoffen bzw. Gesteinskörnung. Eingesetzt wird Asphalt insbesondere als Fahrbahnbelag.

Asphalt, natürlicher: Eine durch Oxidation und die Verdunstung flüchtiger Bestandteile in Erdölvorkommen oder Ölsanden entstehende Verbindung, die im Straßenbau oder als Abdichtungsmittel usw. verwendet wird.

Asphalt, offenporiger: Eine Asphaltsorte, die aufgrund ihrer groben Gesteinskörnung ein Netz von Hohlräumen ausbildet. Offenporiger Asphalt besitzt schallmindernde Eigenschaften und führt Oberflächenwasser nach unten ab. Diese Merkmale begründen die alternativen Bezeichnungen »Drain-« und »Flüsterasphalt«.

Asphaltbeton: Eine dichte bzw. hohlraumarme, aus Bitumen, Edelbrech- und Natursand, Edelsplitt und Füller hergestellte Mischung. Sie wird zur Fertigung der Deckschicht des Straßenoberbaus herangezogen.

Asphaltbinderschicht (Straßenbau): Eine zwischen einer unterlagernden grobkörnigen Asphaltschicht und einer feinkörnig strukturierten Deckschicht vermittelnde Asphaltschicht.

Asphaltfeinbeton: Eine frühere Bezeichnung für einen → Asphaltbeton, dessen Gesteinskörnung eine geringe Korngröße aufweist.

Asphaltfertiger: Eine vorwiegend im Verkehrswege- und Deponiebau eingesetzte, wahlweise mit Rad- oder Kettenfahrwerk erhältliche Baumaschine. Ihr primärer Einsatzzweck liegt im Einbau von Walzasphalt; sie kann auch herangezogen werden, um Sand, Kies, Schotter oder Beton zu verbauen. Die Maschine besteht aus Antriebseinheit, stirnseitig angebrachtem Aufnahmebehälter, Kratzerbändern, Verteilerschnecke, Einbaubohle, Heizung und Nivelliereinheit.

Asphaltgestein: Ein → Naturasphalt mir (sehr) hohem Mineralstoffanteil.

Asphaltgrobbeton: Eine überholte Bezeichnung für einen → Asphaltbeton, dessen Gesteinskörnung einen großen Durchmesser aufweist.

Asphaltit: Ein → Naturasphalt mit niedrigem Mineralstoffgehalt.

Asphaltmischanlage: Ortsgebundene, leicht versetzbare oder hochgradig mobile Anlagen, die dazu dienen, aus benötigten Bestandteilen → Asphalt herzustellen.

Asphaltmischer (Anlage): Siehe → Asphaltmischanlage.

Asphalttragdeckschicht: Eine vor allem beim Bau von Wegen mit vergleichsweise geringer Belastung (Geh-, Radwege usw.) erstellte Asphaltschicht, die tragende und deckende Funktionen in sich verbindet. Sie stellt eine kostengünstige Lösung dar.

Asphalttragschicht (Straßenbau): Die unterste gebundene Asphaltschicht eines Straßenoberbaus. Diese Schicht vermittelt zwischen Fahrbahndecke und einer unterlagernden Tragschicht oder dem → Planum.