Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu A – Abb

Aasdach: Eine vor allem bei skandinavischen Blockhäusern zu findende Dachart. Kennzeichnend ist eine sparrenlose Konstruktion. Die Dachhaut wird von einem dichten Pfettenbesatz getragen.

Aaskopf: Die deutsche Bezeichnung für ein Bukranion oder Aigikranion, also ein Schmuckmotiv, das einen oft gehäuteten bzw. fleischlosen Rinder- oder Ziegenschädel darstellt. Die Darstellung erinnert an ein totes Opfertier.

AB (Immobilienanzeigen): Ein gebräuchliches Kürzel für → »Altbau«.

Abakus (Architektur): In der antiken → Säulenordnung die Deckplatte eines → Kapitells.

Abarco: Ein mittelschweres, insbesondere in Kolumbien und Venezuela verbreitetes Tropenholz. Als Schnittholz wird es im Bereich von Innen- und Außenbau eingesetzt (Rahmenholz, Parkett, Treppenbau).

Abaton (Freiluftheiligtum): Ein regelhaft zugangsgesperrtes, unter freiem Himmel befindliches Heiligtum der griechischen Antike.

Abaton (Tempelraum): Ein neuzeitlicher Begriff für das → Adyton griechischer Tempel.

Abbau (gegenständlich, Bergbau): Der Ort eines Abbaus von Bodenschätzen.

Abbau (prozessual, Bergbau): Das Lockern und Lösen von Bodenschätzen in einer Lagerstätte.

Abbaurichtung (Bergbau): Die Generallinie bzw. Hauptrichtung, der ein Abbau innerhalb eines Lagerstättenbereiches folgt.

Abbaustrecke (Bergbau): Ein (annähernd) waagrecht angelegter → Grubenbau innerhalb einer Lagerstätte. Diese unterirdischen Längshohlräume dienen zur Fahrung, Förderung und → Bewetterung. Sie bilden, je nach Abbauweise untergliedert, gleichsam die Erschließungswege einer Lagerstätte.

Abbeizhaube: Ein Gerät, das in Verbindung mit einer → Dreckfräse zur Fassadenreinigung verwendet wird. Die Abbeizhaube dient als Spritzschutz und, angeschlossen an einem Sauger, zum Absaugen des Wassers.

Abbindebeschleuniger: Betonzusatzmittel, die bei Frischbeton eine verkürzte Abbindezeit bedingen. Verwendet werden sie u. a. beim Einsatz von Spritzbeton im Tunnelbau oder wenn Termindruck nach einer raschen Ausschalung verlangt. Eine andere Bezeichnung ist »Erstarrungsbeschleuniger«.

Abbindeverzögerer: Betonzusatzmittel, die dazu dienen, das Abbinden des Zements hinauszuzögern, um den Beton länger ver- bzw. bearbeiten zu können. Als Zusatzmittel kommen organischen und / oder anorganischen Substanzen zum Einsatz (Phosphonate, Zuckerderivate usw.). Ein anderer Begriff ist »Erstarrungsverzögerer«.

Abbindewärme (Betonbau): Fachsprachlich als »Hydratationswärme« bezeichnet. Sie entsteht bei einer Mischung von Wasser und Zement infolge einer chemischen Reaktion. Für die Wärmeentwicklung ist besonders der Aluminiumanteil im Beton verantwortlich.

Abblättern: Eine fortschreitende Ablösung einer Beschichtung (Farbe, Lack, Putz usw.) infolge eines vollständigen oder teilweisen Verlustes der Untergrundhaftung. Diese Beschädigung kann einzelne, oberflächennahe Schichten betreffen oder die Grundschicht, wodurch sämtliche Schichten ihres primären Haftgrundes beraubt werden.

Abblätterung: Siehe → Abblättern.

Abblattung (Holzbearbeitung, gegenständlich): 1. Eine aus einem Balken, einer Bohle oder einem Brett zumeist durch Hobeln herausgearbeitete Fläche, die hinter einer (stehengelassenen) Hauptkante liegt. 2. Eine auf die Nutbreite von Rahmenhölzern abgestimmte Abflachung von Füllungsplatten oder -brettern (z. B. Türfüllung).

Abbrandgeschwindigkeit (Brandschutz): Die Geschwindigkeit, mit der die Masse eines Stoffes verbrennt.

Abbrandrate (Brandschutz): Die innerhalb einer definierten Zeitspanne verbrennende Masse eines Stoffes.

Abbruch (Gebäude): Eine andere Bezeichnung für »Abriss», also die planmäßige bzw. kontrollierte Niederlegung eines Gebäudes, eines Bauwerkes oder einer baulichen Anlage.

Abbruchanordnung: Eine vom Bauordnungsamt ausgesprochene Anweisung, ein Gebäude vollständig oder teilweise niederzulegen. Dieses Instrument zur Erzwingung öffentlich-rechtlicher Vorschriften ist anwendbar, wenn ein Objekt formell und materiell baurechtswidrig ist und sich kein rechtskonformer Zustand herbeiführen lässt. Formell rechtswidrig ist eine genehmigungspflichtige Anlage u. a. dann, wenn sie ungenehmigt errichtet wurde, erheblich von den Vorgaben einer erteilten Baugenehmigung abweicht, die Genehmigung hinfällig wurde oder keine Bauanzeige erfolgte. Materiell baurechtswidrig sind Anlagen, die gegen materielle Regularien des Bauplanungsrechts, des Bauordnungsrechts usw. verstoßen. Im amtlichen Sprachgebrauch wird die Abbruchanordnung »Baubeseitigungsverfügung« genannt.

Abbruchantrag (Deutschland): Will ein Eigentümer Gebäude bzw. Gebäudeteile mit einem Rauminhalt von mehr als 300 Kubikmeter abreißen, bedarf es einer Abbruchgenehmigung, die an die entsprechende Bauaufsichtsbehörde zu richten ist. Einfriedungen, Mauern, Schwimmbecken, Stellplätze und ähnlich untergeordnete Anlagen können genehmigungsfrei abgerissen werden.

Abbruchbescheid: Der österreichische Ausdruck für → »Abrissverfügung«.

Abbruchbirne: Eine andere Bezeichnung der → Abrissbirne.

Abbruchfirma: Ein Unternehmen, das fachlich, personell und technisch dazu fähig und ermächtigt ist, Bauwerke, Gebäude, Gebäudeteile und bauliche Anlagen sachgerecht abzureißen bzw. eine Entkernung vorzunehmen; ihm obliegt auch die Entsorgung anfallenden Schutts.

Abbruchgenehmigung (behördlich): Eine amtliche Bescheinigung, dass ein Bauwerk, Gebäude oder eine bauliche Anlage abgerissen werden darf. Bis auf Fälle, die freigestellte bauliche Anlagen (im weiteren Sinne) betreffen, ist grundsätzlich eine Abbruchgenehmigung erforderlich.

Abbruchhammer: Auch »Hydraulikhammer« genannt. Ein Abbruchwerkzeug, das an den Ausleger eines → Baggers angebracht wird. Es handelt sich um eine Maschine, die aus Schlagwerk, lärm- und vibrationsdämpfendem Gehäuse und Einsteckwerkzeug bzw. Meißel besteht. Hydraulikhämmer stellen eine Art übergroßer Drucklufthämmer dar. Sie werden vor allem eingesetzt, um massive Bauwerke niederzulegen; vielfach werden sie auch in Steinbrüchen zum Abbau eingesetzt.

Abbruchholz: In Zusammenhang mit Abriss- und Entkernungsarbeiten anfallende Holzteile, die zu entsorgen sind.

Abbruchkosten (Gebäudeniederlegung): Der monetäre Gesamtaufwand, der sich mit einer planmäßigen Niederlegung eines Gebäudes, Bauwerks oder einer baulichen Anlage verbindet. Die Kosten umfassen Aufwendungen in Zusammenhang mit eventuell benötigten behördlichen Genehmigungen, die Abrisskosten selbst sowie finanzielle Belastungen, die im Rahmen einer ordnungsgemäßen Entsorgung anfallenden Abbruchmaterials entstehen.

Abbruchschere: Eine andere Bezeichnung der Abbruchzange. Es handelt sich um ein an einen → Bagger angebrachtes Werkzeug zum Abbrechen von Stahlbetongebäuden bzw. -bauteilen. Die Zange besitzt Zähne und eine Schneide, die zum Durchtrennen der Armierung dient. Der Abbruch erfolgt durch hydraulisch erzeugten Druck.

Abbruchswert: Der Wert eines bebauten Grundstücks, dessen bauliche Komponente aufgrund nicht mehr gegebener bzw. nicht mehr herstellbarer wirtschaftlicher Nutzbarkeit abzureißen ist, um den Boden neuerlich einer wirtschaftlichen Nutzung zuführen zu können. Die → Freilegungskosten (Abriss, Bauschuttentsorgung usw.), vermindert um eventuell aus der Verwertung des Abbruchmaterials erzielbare Erträge, sind somit vom Grundstückswert abzuziehen. Der resultierende Wert ist der Abbruchswert.

Abbruchunternehmen: Eine Firma, die fachlich, personell und technisch dazu fähig und ermächtigt ist, Bauwerke, Gebäude, Gebäudeteile und bauliche Anlagen sachgerecht abzureißen bzw. eine Entkernung durchzuführen. Ihr obliegt auch die vorgabenkonforme Entsorgung anfallenden Schutts.

Abbruchverbot (behördlich): Die Untersagung, ein Gebäude, Bauwerk oder eine bauliche Anlage niederzulegen. Derartige Gebote werden u. a. in Bezug auf Gebäude ausgesprochen, die aufgrund ihrer kulturhistorischen Bedeutung als schutzwürdig zu erachten sind.

Abbruchverfügung: Im behördlichen Sprachgebrauch als »Baubeseitigungsverfügung« bezeichnet, umgangssprachlich zumeist »Abrissverfügung« genannt. Angesprochen ist eine amtliche Anordnung, ein Gebäude oder eine bauliche Anlage ganz oder teilweise zu entfernen. Dieses Mittel ist anwendbar, wenn ein Objekt formell und / oder materiell baurechtswidrig ist und sich kein rechtskonformer Zustand herbeiführen lässt. Formell rechtswidrig ist eine genehmigungspflichtige Anlage u. a. dann, wenn sie ungenehmigt errichtet wurde, erheblich von den Maßgaben einer ausgesprochenen Baugenehmigung abweicht, die Genehmigung hinfällig wurde oder keine Bauanzeige erfolgte. Materiell baurechtswidrig sind Anlagen, die gegen materielle Regularien des Bauplanungs- und Bauordnungsrechts verstoßen.

Abbruchverpflichtung (behördlich): Eine behördlicherseits auferlegte Verpflichtung, ein Gebäude, ein Bauwerk oder eine bauliche Anlage abzureißen.

Abbruchverpflichtung (vertraglich): Eine teils u. a. in → Erbbauverträgen verankerte Verpflichtung, ein Gebäude nach Ablauf des vertraglich vereinbarten Nutzungszeitraumes niederzulegen.

Abbruchwerkzeug: Ein technisches Hilfsmittel, das zum Abreißen oder Entkernen eines Gebäudes sowie zum Entfernen von Bauwerksteilen dient bzw. eingesetzt werden kann.

Abbruchwert: Siehe → Abbruchswert.

Abbruchzange: Ein an einen → Bagger angebrachtes Werkzeug zum Abbrechen von Stahlbetongebäuden bzw. -bauteilen. Die Zange besitzt Zähne und eine Schneide, die zum Durchtrennen der Armierung dient. Der Abbruch erfolgt durch hydraulisch erzeugten Druck.

Abbund (Zimmerei): Die Herstellung passgenau bearbeiteter Hölzer und Balken im Vorfeld baustellengebundener Zimmermannsarbeiten.

Abbundzeichen: Ein Zeichen bzw. Symbol mit dem ein Holz versehen wird, das Teil einer Gefügeeinheit ist. Diese Zahlen dienen dazu, Fehler beim Zusammenbau von Fachwerk auszuschließen.

Abbundziffer: Im Fachwerkbau eine Zahl, mit der ein Holz gekennzeichnet wird, das Teil einer Gefügeeinheit ist. Diese Zahlen dienen dazu, Fehler beim Zusammenbau auszuschließen.