Zentrenplanung - Dimensionen & Prinzipien (2)

5.4.3 Niveau- und Qualitätsmix

Hohe Synergien entstehen durch Clusterung (= Vergesellschaftung) von Anbietern, die ein vergleichbares Preisniveau aufweisen bzw. demselben Angebotsgenre zuzählen. Wiederum greift das Argument, dass eine entsprechende Konstellation den Kundennutzen steigert, und somit ein sehr weiter Kreis der Zielgruppe(n) angezogen wird. Wie stark dieses Moment wirkt, zeigt die Entstehung von Konsum-, Niveau- und Luxuslagen in Großzentren (vergleiche Kurzprofile).

5.4.4 Mietraster

Solide Zentrenplanung setzt auf Mietoptimierung statt Mietmaximierung. Sie hebt ab auf Stabilität, auf dauerhafte Ertragskraft. Konkret heißt das: Im Interesse optimaler Angebotsgestaltung bindet sie Branchen geringer Mietbelastbarkeit ein, schafft "runde" Angebotsfächer und erhöht damit die Attraktivität des Centers. Erhöhte Attraktivität wiederum verbürgt regen Kundenzuspruch, langfristige Umsatzsicherheit und geringe Fluktuationsraten.

5.4.5 Betriebsformenmix

5.4.5.1 Magnete

Hinsichtlich der Leistungsfähigkeit von Einkaufszentren entpuppt sich der Betriebsformenmix als Schlüsselgröße. In diesem Zusammenhang fällt meist der Begriff "Magnetbetrieb" oder schlicht "Magnet", im Englischen ist von "anchor" (= Anker) die Rede. Gemeint sind jeweilige Zugpferde eines Centers. Grundsätzlich können alle Einzelhandelsbetriebe einer von drei Magnet-Klassen zugeordnet werden:

In Bezug auf den Betriebsformenmix gelten folgende Grundsätze: