Zentrenplanung - Dimensionen & Prinzipien (2)

5.4.1 Nutzungsmix

Zeitgenössische Einkaufszentren beinhalten regelhaft eine Reihe Nutzungen. Neben Einzelhandel und Ladenhandwerk (Bäcker / Metzger) zählen gastronomische Einheiten zum Standard. Vermehrt treten Dienstleistungen, Freizeit- und Unterhaltungsangebote hinzu.

Nutzungsmischungen entspringen verbreitet wirtschaftlichen Notwendigkeiten. Beispielsweise verlangen hohe Grundstückspreise in Citylagen danach, zulässiger Geschossflächenzahlen auszuschöpfen. Da der Einzelhandel höhere Stockwerke mehr schlecht als recht erschließen kann, bietet es sich an, Kinos, Fitness-Studios und dergleichen in einen Zentrenkomplex einzubeziehen. Deren befruchtende Wirkung in Bezug auf die Handelskomponente wird jedoch häufig überschätzt. Der Einbezug mancher Nutzungen erweist sich gar als abträglich. Es stellen sich drei Kernfragen:

Folgende Übersicht bildet die Synergiepotentiale ausgewählter Nutzungsarten ab.

Hinzuweisen ist darauf, dass umsatzwirksame Wechselwirkungen von Land zu Land schwanken. Mentalitative Faktoren, Ladenschlusszeiten des Einzelhandels usw. spielen eine entscheidende Rolle. So profitieren Handel und Kinowirtschaft in den USA oder Polen deutlich stärker voneinander als in Deutschland.