Hinweise zur Wörterbuchnutzung

Inhaltliche Entwicklung des Wörterbuchs

Das Wörterbuch startete im August 2002 mit 350 Grundbegriffen (Immobilienarten, Bauwerkselemente). Bis Mai 2009 wuchs das "Helferlein" ständig, bisweilen sprunghaft (seit 2009 eine erheblich erweiterte Druckversion und 2013 eine nochmals größere eBook-Variante erschien entstand, ruht die Fortschreibung der Netzvariante).


Stand Begriffsbestand
08 / 2002 350
06 / 2003 4.500
02 / 2004 6.170
02 / 2005 16.130
05 / 2006 25.000
11 / 2006 30.440
09 / 2007 37.600
05 / 2008 40.500
08 / 2008 46.300
05 / 2009 54.300

Das Wörterbuch wuchs ungerichtet, insofern seine Entwicklung keinem abgesteckten Pfad folgte. Treffende Übersetzungen sollte es bieten. – Möglichst zahlreich. Eine 1.000er-Schwelle nach der anderen zu nehmen, war gleichwohl nie ein Ziel, obwohl mich "sportlicher Ehrgeiz" befiel.

Seit Mitte 2004 beinhaltet das Wörterbuch Übersetzungen aus allen immobilienbezogenen Bereichen. Das besagt keineswegs, dass es sämtliche Felder gleichermaßen umfänglich abdeckt. So blieb die "Bauchemie" vergleichsweise begriffsarm. Da ich Immobilien als Schnittstellen menschlicher Bewegung bzw. Aktivität definiere, betone ich hingegen Nutzungsarten stark. Weiterhin beinhaltet das Wörterbuch immobilienwirtschaftliche bzw. für Immobilienwirtschaftler wichtige Organisationen (Ämter, Ministerien, Branchenvereinigungen usw.).

Inhaltlich verschoben sich die Gewichte mehrfach, da häufig massenhaft einem Thema zuzuordnende Übersetzungen einflossen. Einmal gingen gehäuft bautechnische Begriffe ein, dann "hagelte" es Baustoffe, später planungsrechtliche Termini usw. usf. Bei relativ kleinem Begriffsbestand stellten sich naturgemäß Basiseffekte ein: 100, 300, 500 hinzukommende Übersetzungen wogen anfangs schwer, fielen später kaum noch ins Gewicht. Dies auch, da ich die Eingabe thematischer Blöcke vermehrt mit systematischen Nachverdichtungen im Allgemeinbestand verquicke. Kurz: Der Fächer stand, die Facetten nahmen zu. So flossen Ende 2006 u. a. bekannte Bauwerke ein, seit 2007 legen Finanzierung und Steurrecht ständig zu. Auch wandelte sich das Wörterbuch in Richtung Glossar, insofern vermehrt Erläuterungen und beispielhafte Untermalungen eingingen. Zusätzlich eingepflegte Links auf Artikel des Immobilien-Kosmos gestatten es, ergänzende fachliche Informationen abzurufen. Interessierten dürften diesbezüglich insbesondere die ab 2008 erschienenen englischsprachigen Fachartikel dienlich sein.

Nachdem für eine Nutzermehrheit alltagsbedeutsame Felder 2007 hinreichend breit und tief abgedeckt waren, stand 2008 im Zeichen einiger Spezialgebiete. Hinzu gewannen Statik, Brückenbau, Immobilienresearch, Wasserbau, Wehrarchitektur und Umwelttechnik. 2009 wurden u. a. bautechnisch relevante mathematische und mechanische Grundlagen verstärkt abgebildet.

Begriffsauswahl

Mir ist jeder Begriff recht, sofern er immobilienbezogen und gebräuchlich ist. Es werden auch synonym verwendete Wörter aufgenommen. Beispiel: Geschäft, Handlung, Laden, Ladengeschäft. Im Deutschen sind diese allesamt verbreitet, gehören somit in (m)ein Wörterbuch. Dies gilt auch für zusammengesetzte Wörter (Bahnhofs-, Dom-, Kirchen-, Moscheekuppel usw.). Nun gestattet es das Deutsche, zig Wörter zu einem zu verbinden. – Bis hin zu Monstergebilden a' la Bebauungsplangebietsausweisungsvorbereitungsausschussvorsitzender. Literaturbeflissene entsinnen sich vermutlich Mark Twains vielzeiligen Muselmanenwortes. Doch zurück zum Punkt: Wie vorausgeschickt, enthält das Wörterbuch einzig gebräuchliche Begriffe, darunter freilich "sperrige", zumeist behördensprachliche Exemplare.

Von Anfang an flossen nahezu ausschließlich Substantiva ein. Hintergrund: M. E. verwässern vielzählig eingepflegte Verben und Adjektive den unmittelbaren Immobilienbezug. Gleichwohl ist das Wörterbuch camoufliert adjektivorientiert. Die Erklärung findet sich im nächsten Abschnitt.