USA - Immobilienmarktregionen

4.6 Plains-Region

Diesem Großraum gehören die Staaten der "Großen Ebenen" an. Dies sind Iowa, Kansas, Minnesota, Missouri, Nebraska, North Dakota und South Dakota. Die Lage der Region im geographischen Herzen der USA stellt einen geostrategischen Nachteil dar. Im Zeitalter des Luftverkehrs verlor sich ihre frühere Stellung als zwischen Ost und West vermittelnder Durchgangsraum. Auch die hiesige Einwohnerzahl wächst, doch dies unterdurchschnittlich. Zwischen 2000 und 2007 gewannen South Dakota und Minnesota mit 5,4 % bzw. 5,3 % am stärksten hinzu. Auf den Plätzen folgen Missouri (4,9 %), Nebraska (3,6 %), Kansas (3,1 % und Iowa (2 %). Das Schlusslicht, North Dakota, büßte geringfügig Einwohner ein.

Die Region ist als vergleichsweise wenig dynamischer Raum einzustufen, der im Verhältnis zu anderen Landesteilen bevölkerungsbezogen wie wirtschaftlich an Boden verliert. Aus Sicht internationale Immobilieninvestoren erweist sich die Region als wenig attraktiv.

4.7 Südwestregion

Zum Südwesten zählen Arkansas, Louisiana, Oklahoma und Texas mit seiner Hauptstadt Austin. Die teils zum "Sunshine Belt" zählenden Staaten sind ungeachtet aller Gemeinsamkeiten unterschiedlich zu bewerten. Die großräumige Position wird durch die Nähe des größten Staates (Texas) zu Mexiko bestimmt. Bezogen auf die USA schneidet der "Lone Star State" mit seinen führenden Zentren Dallas-Fort Worth und Houston überdurchschnittlich ab. Er zählt neben Florida und California zu den absolut gesehen wachstumsstärksten Staaten landesweit. Von 2000 bis 2007 nahm die Einwohnerzahl um über 14 % zu. Bis 2030 werden rund 5,8 Mio. Wohneinheiten, zudem ca. 750 Mio. qm gewerblicher Flächen zu bauen bzw. zu ersetzen sein.

Anders als in Florida und California bestehen in Texas keine vergleichbaren naturräumlichen Entwicklungsbarrieren, Land gibt es reichlich, Baugenehmigungen sind mühelos erhältlich. Hinsichtlich ihrer Ertragskraft und -sicherheit sind Immobilien tendenziell größeren Risiken ausgesetzt als in räumlich beengteren, bau- und planungsrechtlich stärker reglementierenden Staaten.

Weniger aussichtsreiche Teilmärkte stellen Oklahoma, Louisiana und Arkansas dar. So wuchs die Bevölkerungszahl von Oklahomas und Arkansas im Vergleichszeitraum um mäßige 4,7 % bzw. 5,8 %. Louisiana verlor sogar nahezu 4 % seiner Bevölkerung.

5 Schlussbemerkung

Die USA besitzen zahlreiche und in sich vielfältige Marktregionen. Marktwandlungen vollziehen sich rasch, vielfach verändern sich selbst räumliche Bezüge gegenüber Europa gleichsam zeitgerafft. Für eher traditionelle bzw. vergleichsweise konservative Investoren empfehlen sich vor allem erstrangige 24-Stunden-Städte sowie die Bundeshauptstadt, Washington DC. Höhere Risiken bergen übermäßig schnell wachsende Städte und Metropolräume. Gleiches gilt in Bezug auf die zahlreichen Edge Cities.