1 Intro
Vorliegender Beitrag stellt große Siedlungsregionen der Vereinigten Staaten von Amerka vor. Der Artikel gründet insbesondere auf dem 1997 von der United States Information Agency veröffentlichten Portrait of the USA.
2 New England
Diese Region ist die kleinste der USA. Besiedelt wurde sie überwiegend von Englischen Protestanten, die ihr eine besondere gesellschaftlich-politische Prägung verliehen. Die tragende Rolle von Gemeindetreffen, beispielsweise, ist noch heute verbreitet. Spätere Einwanderer stammten überwiegend aus Kanada, Irland, Italien und Osteuropa. Die anders als im Süden und Mittelwesten kleinteilig organisierte Landwirtschaft bzw. niedrige Familieneinkommen führten frühzeitig zum Aufbau anderer Wirtschaftsfelder (Fischerei, Handel, Schiffbau). Der Neuengländer gilt als hart arbeitend, sparsam, scharfsinnig und einfallsreich.
Zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert stellte Neuengland das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der USA dar. Mit Aufkommen der Industriellen Revolution entstanden in Connecticut, Massachusetts und Rhode Island zahlreich Industrien, so z. B. für Bekleidung, Schusswaffen und Uhren. Das notwendige Kapital stammte großteils aus Boston (MA) - lange Zeit hindurch das Finanzzentrum der USA. Ein bis heute vorteilhaft wirkendes Erbe ist die herausragende Stellung des Bildungssektors, die sich in einer anderen Ortes unerreichten Dichte namhafter Universitäten ausdrückt. Die Liste klangvoller Namen ist lang: Amherst, Brown, Dartmouth, Harvard, Mt. Holyoke, Smith, Wesleyan.
Während des 20. Jahrhunderts wanderten viele Unternehmen in Niedriglohnländer ab oder schlossen die Pforten. Nachrückende Mikroelektronik- und Computerfirmen konnten entstehende Arbeitsplatzverluste teilweise ausgleichen, wenngleich sich jüngere Krisen der Brnache mit Rückschlägen verbanden.
3 Middle Atlantic
Gegenüber Neuengland zog die Region ein breiteres Einwandererspektrum an: Englische Katholiken gründeten Maryland, Britische Protestanten besiedelten Pennsylvania, Holländer das Hudson Tal (Gründung New Yorks durch Peter Stuyvesant), Schweden Delaware. Die ersten Siedler trieben vornehmliche Landwirtschaft und Handel.
In Philadelphia tagte der Continental Congress (Delegiertenversammlung der Gründerkolonien); hier entstanden die Unabhängigkeitserklärung (1776) und die Verfassung (1787). Für ein Jahrzehnt war Philadelphia Hauptstadt der USA.
Die großen Staaten der Region (New York, Pennsylvania) entwickelten sich zu schwerindustriellen Zentren (Eisen, Glas, Stahl). Die Ufer der großen regionalen Wasseradern verwandelten sich nach und nach in "Produktionsstraßen". Heute ist New York - Big Apple - größte Stadt der USA, weltweit führendes Finanzzentrum und kultureller Mittelpunkt des Landes.
Wie in Neuengland kehrten viele Produktionsunternehmen der Region den Rücken; an ihre Stelle traten jüngere Industrien (z. B. Pharma- oder Telekommunikationsbereich).