| Hilfe für Südwest Sri Lanka | |||
| 1 | Wer wir sind | Bericht über die erste Hilfsreise (Teil 3) Heute nahmen wir Kontakt mit einem uns vertrauten Einheimischen auf, der sich für die Fischer einsetzt, die ihre Boote verloren haben. Da es polizeilich geführte Listen gibt, welcher Fischer was verloren hat, also entweder Boot mit Motor und Netzen oder Boot plus Motor oder nur das Boot oder nur die Netze, ist es relativ einfach, die richtigen Betroffenen auszuwählen. Wir haben uns entschlossen, insgesamt einen Betrag von € 10.000 zur Verfügung zu stellen. 40% dieses Betrages werden dafür verwendet, fünf neue Fischerboote bauen zu lassen. Der restliche Betrag ist zur Reparatur von beschädigten Booten und zur Anschaffung neuer Netze und gegebenenfalls gebrauchter Boote vorgesehen. Mittwoch, 02.03.2005 Heute haben wir dann den Kauf des Grundstückes zur Errichtung von 10 Steinhäusern bei einer Rechtsanwältin/Notarin beurkundet. Der Kaufpreis wurde sogleich entrichtet, so dass der Eigentumsübergang noch am selben Tag erfolgte. Die voraussichtlich in drei bis vier Monaten fertig gestellten Häuser werden dann an die Familien, die ihre Häuser in der Strandregion verloren haben (sie sind polizeilich erfasst), übergeben. Die notarielle Überschreibung an die betroffenen Familien soll erst erfolgen, wenn die Entschädigungsansprüche bei uns eingegangen sind. Da nun verschiedene Projekte wie Holzhäuser, Steinhäuser und Boote in Auftrag gegeben waren, und des öfteren die Frage nach dem Vereinsnamen auftauchte (welcher sich für die Singhalesen schwierig gestaltete) brauchten wir ein Logo. Dies wird ein 4-zackiger Stern sein. Vier Begriffe stehen an seinen Strahlen: Home / Boat, Hope, Help, Life. Die Wörter, die einen Bezug herstellen, sollten alle vier Buchstaben haben. Auf den Objekten wird dann nur der Stern mit Haus- oder Bootsnummer zu sehen sein. Wir haben beschlossen, dass die Menschen ihren Häusern und Booten selbst Namen geben dürfen. Donnerstag, 03.03.2005 Am frühen Morgen sind wir dann zu den Partnerschulen der Bentota School nach Tangalle gefahren, eine Autofahrt von etwa vier Stunden. In Tangalle angekommen, besuchten wir zuerst die Mädchenschule, anschließend die Jungenschule und schließlich die Grundschule. Der Schulleiter der Bentota Schule und seine Frau hatten von unserer Spende für die am ärgsten betroffenen Lehrer und Schüler der jeweiligen Schule die notwendigsten Hilfsgüter eingekauft. Dazu gehörten Moskitonetze, Stoffe für Schuluniformen, Gaskocher, Reiskocher, Bügeleisen, Bügelbretter, Vitamingetränke, Nähmaschinen, Stühle und Gasflaschen. Vier Schülern, die einen extrem langen Schulweg ohne Busverbindung haben, wurden Fahrräder übergeben. Redakteure von drei verschiedenen Tageszeitungen waren eingeladen, haben Interviews und Fotos gemacht und werden über die Hilfsaktion berichten. Die zuletzt besuchte Grundschule ist von der Flutkatastrophe besonders heftig getroffen worden. Die drei langgezogenen Baukörper standen etwa 1,4 m unter Wasser. Sämtliche Schulbücher, Schulmaterial, aber insbesondere auch die 25 PC´s im Computerraum sind nicht mehr nutzbar. Der Schulbetrieb war einen Monat komplett eingestellt. Inzwischen ist der Schulbetrieb für die ca. 600 Schüler notdürftig aufgenommen worden. Hier ist dringend Hilfe von außen erforderlich. Freitag, 04.03.2005 Heute wir unterschrieben wir den zuvor ausgehandelten Kaufvertrag für die fünf neu zu bauenden Boote in der Bootswerft. Am Samstag, 05.03.2005 Wir fuhren nach Magonna, um dort einigen Familien, die ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben, eine Überlebenshilfe auszuhändigen. Sonntag, 06.03.2005 Heute haben wir unsere Sachspenden in Augenschein genommen. Unser langjähriger Freund Kamal hatte es übernommen, die 39 Kartons in seinem Haus zu lagern. Den umliegenden Nachbarn war natürlich aufgefallen, dass ein LKW eine Vielzahl von Kartons gebracht hat. Die Neugierde war groß. Als wir dann mit unserem Bus ankamen, um vorab schon einmal die für die Holzhäuser benötigten Werkzeuge zu holen, waren innerhalb von wenigen Minuten sämtliche Nachbarn erschienen, um irgendwelche Hilfsgüter zu ergattern. Um einen Tumult zu verhindern, mussten wir dann die Aktion abbrechen und sind nur mit dem Werkzeug und einigen Nähmaschinen und Bügeleisen, die wir den Näherinnen der zerstörten Strandshops versprochen hatten, weggefahren. Dienstag, 08.03.2005 Heute sind wir in ein Tempelcamp in der Nähe von Hikkaduwa gefahren und haben dort Kinderspielzeug, Bettlaken und Milchpulver verteilt. Obwohl uns 67 Kinder angekündigt waren, war mindestens die dreifache Anzahl anwesend. Jedes der Kinder durfte sich aus den großen Kartons jeweils ein Spielzeug aussuchen. Dem Kindergarten in dem Camp haben wir dann noch Malstifte und Malbücher übergeben. Die Freude war unbeschreiblich. Mittwoch, 09.03.2005 Heute erfolgte eine große Verteilaktion. Als erstes besuchten wir einen Kindergarten in Komalla, einem Ortsteil von Bentota, und überreichten dort einen großen Karton Plüschtiere. Anschließend haben wir das Bentota Hospital besucht und dem dortigen Oberarzt verschiedene medizinische Güter übergeben, für die dort sehr großer Bedarf bestand. Anschließend besuchten wir noch einmal die Bentota Schule. Der Schulleiter hatte uns eingeladen, um uns Fotos von unserer Tangalle-Spendenaktion zu übergeben. Wir überreichten ihm eine größere Menge Kugelschreiber. Donnerstag, 10.03.2005 An diesem Tag haben wir uns wieder mit Priyantha getroffen, der die Fischer betreut. Dringender Bedarf besteht nach Katamaran-Fischerbooten, einem weiteren normalen Fischerboot und insgesamt 18 Fischernetzen mit entsprechendem Zubehör, wie Schwimmer, Gewichte usw. Wir haben ihn beauftragt, all diese Dinge zu beschaffen. Freitag, 11.03 und Samstag, den 12.03.2005 An diesen beiden Tagen haben wir ca. 40 Personen, die seit über zwei Monaten arbeitslos und ohne Einkommen sind, jeweils eine Lebensmittelhilfe in Höhe von 5.000,- Rupees (entspricht € 40) übergeben. Samstag, 12.03.2005 Nachmittags fuhren wir zur Inspektion der Holzhäuser. Zwischenzeitlich waren 12 dieser Häuser errichtet. Wir haben auch das Grundstück für die Steinhäuser besichtigt. Hier hatten die 10 zukünftigen Eigentümer das Grundstück bereits gerodet, damit am darauffolgenden Montag die Einmessung stattfinden kann. Sonntag, 13.03.2005 Heute haben wir drei Fischern ihre Boote übergeben und fünf Fischern neue Netze. Obwohl noch viel mehr Hilfsbedarf bestanden hätte, waren leider unseren finanziellen Mittel erschöpft und der dreiwöchige Aufenthalt beendet. | |
| 2 | Was haben wir bisher erreicht? | ||
| 3 | Wie lange wird der Verein tätig sein? | ||
| 4 | Wie kann man den Verein unterstützen? | ||
| 5 | Hilfsreisen | ||
| Erste Reise (Teil 1) | |||
| Erste Reise (Teil 2) | |||
| Erste Reise (Teil 3) | |||
| Zweite Reise | |||
| Dritte Reise (Teil 1) | |||
| Dritte Reise (Teil 2) | |||
| Vierte Reise (Teil 1) | |||
| Vierte Reise (Teil 2) | |||
| Fünfte Reise (Teil 1) | |||
| Fünfte Reise (Teil 2) | |||
| Sechste Reise (Teil 1) | |||
| Sechste Reise (Teil 2) | |||
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| Aktualisierung: 30.11.2005 | © Elmar Pfeiffer, 80335 München (Impressum) | Elmar.Pfeiffer@gmx.de | |