2 QualitätsManagement
QualitätsManagement bezeichnet alle organisatorischen Maßnahmen, die der Verbesserung von Produkten, Prozessen oder Leistungen jeglicher Art dienen. Es gilt als Teil des funktionalen Managements, um die Effizienz einer Arbeit oder von Geschäftsprozessen zu erhöhen. Inhalte sind etwa die Optimierung von Kommunikationsstrukturen, Erhalt bzw. Steigerung der Kundenzufriedenheit, die Motivation der Mitarbeiter oder die Standardisierung von Arbeitsabläufen und internen Prozessen [div.: Qualitätsmanagement, Wikipedia, die freie Enzyklopädie, Stand Juni 2009].
2.1 Modelle und Standards
Es gibt eine Reihe von Qualitätsmanagementnormen, die als Rahmen oder auch verpflichtende Vorgabe für die Etablierung eines QMS herangezogen werden. Die bekanntesten Modelle sind das EFQM-Modell sowie die ISO 9001.
2.2 Struktur des QualitätsManagements
Als Managementaufgaben im QM werden definiert:
Großer Wert wird auf die kontinuierliche Verbesserung der unternehmerischen Prozesse gelegt, die zu einem QM-Regelkreis führen:
2.3 Bewertung des QualitätsManagements
Die Bewertung im QM stellt einen wesentlichen Teil des Prozesses dar, der zur Verbesserung der Produkte bzw. Leistungen führen soll. Unternehmen können sich nach einer Zertifizierungsnorm wie etwa der ISO 9001:2000 zertifizieren lassen. Hierzu besuchen Auditoren - deren Qualifizierung durch eine eigene Norm geregelt ist - einer anerkannten Zertifizierungsstelle das Unternehmen und bewerten das dortige QMS auf Übereinstimmung mit der
Das Zertifizierungsaudit bewertet die Qualitätsfähigkeit eines Unternehmens, macht aber keine Aussage zur Qualität bestimmter Produkte oder Dienstleistungen. Eine Zertifizierungsnorm definiert eine Mindestanforderung an ein QMS, was in der Vergangenheit dazu führte, dass viele Unternehmen versucht haben, nur genau diesen Mindeststandard zu erfüllen. Aus diesem Grund wurde mit der ISO 9001:2000 auch die Forderung nach einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) aufgenommen. So wird sichergestellt, dass zertifizierte Unternehmen sich auf eine nachhaltige Entwicklung einlassen müssen.
2.4 Bedeutung eines QMS
Rechtlich gesehen werden nur die Normen EN ISO 13485 für Medizinprodukte sowie die Normenreihe ISO 9000 ff als einzige Zertifizierungsgrundlage in der EU und weitgehend auch weltweit akzeptiert. Aus marktstrategischer Sicht dient ein Zertifikat dem Nachweis der Qualität der Produkte oder Leistungen eines Unternehmens. Für viele Unternehmen kann ein Zertifikat als zwingend betrachtet werden, um überhaupt Aufträge einer bestimmten Art bzw. Größenordnung zu erhalten. Die ordnungsgemäße Einführung eines QMS hilft einem Unternehmen bei der Weiterentwicklung seines Potenzials. Ein QMS ist somit ein guter Weg, ein Unternehmen zukunftssicher zu gestalten und zu lenken.
2.5 Betriebliche Umsetzung
Die Zukunftssicherung eines Unternehmens wird nicht durch die Zertifizierung selbst geleistet. Diese ist nur der Nachweis dafür, dass die Abläufe im Unternehmen zukunftssicher und systematisch geplant sind. So wird auch in vielen Branchen, in denen eine Zertifizierung zwingend vorgeschrieben ist, diese nur als kostenträchtiger "Umweg" betrachtet, der nichts über die tatsächliche Arbeit eines Unternehmens aussagt. Die oberste Unternehmensleitung muss sich dazu verpflichten, die Anforderungen einzuhalten. Sie muss als Vorbild handeln und konsequent den Anforderungen folgen, die durch das QMS gestellt werden. QMS ohne die konsequente Unterstützung "von oben" sind zum Scheitern verurteilt und verursachen nur Kosten und Frust.