| Polen - Entwicklung multifunktionaler Zentren | |||
| 0 | Einleitung | Aus der Beobachtung und Auswertung des Käuferverhaltens wie auch der sich wandelnden Einschätzung der (Einkaufs-)Mentalität der Polen ergeben sich seit einigen Jahren neue Trends: Die Errichtung von Hypermärkten an der Peripherie der Großstädte brachte in Polen nicht die erhofften Resultate. Nicht einmal die Einrichtung von den Betreibern finanzierter Buslinien führte dazu, dass die Bevölkerung in dem erwünschten Maße aus den Innenstädten in die Retorten-Konsumwelten gelockt werden konnte. Die Märkte auf der grünen Wiese sind eben auf Autofahrer eingestellt, die sich ihren Kofferraum volladen. Das ist aber nicht möglich, wenn die Besucher mit dem Bus anreisen. Ein weiterer Punkt ist die in weiten Teilen des Landes immer noch geringe Massenkaufkraft. Die Mietkalkulationen westlicher Centerentwickler passen - wenigstens was die in den Malls angesiedelten Geschäfte angeht - nicht zu den Umsätzen und Erträgen der Mieter. Die Folge sind Leerstand und Fluktuation. Als Reaktion hierauf wurden und werden in den polnischen Großstädten neuerdings vermehrt innerstädtische Einkaufszentren errichtet, die meist in absolut zentraler Lage ein breites Angebot hochwertiger (und hochpreisiger) Konsumgüter feilbieten. Das Konzept hochpreisiger Einkaufszentren wird auch in Oberzentren mit entsprechender Kaufkraft aufgehen (Warschau, Posen u. ä.) Für Mittelzentren ist sicherlich ein anderer, der örtlichen Kaufkraft angepasster Mieter- und Warenbesatz erforderlich. Die Rezentralisierung ist in Polen recht einfach zu bewerkstelligen, da aufgrund mangelnder Stadtplanung bis heute riesige Stadtbrachen in zentraler Lage vorhanden sind. Es verwundert nicht, dass in Warschau neben dem Hauptbahnhof und gegenüber dem Kulturpalast ein neues gigantisches Einkaufszentrum (Złote Tarasy) entstehen kann, ohne dass hierfür ein Stadtviertel abgerissen werden muss. In Krakau wird gerade ein neues Einkaufszentrum am Rande der Innenstadt in den Gebäuden des ehemaligen Schlachthofes eingerichtet (Galeria Kazimierz). Die Baugenehmigung für ein weiteres gigantisches Einkaufszentrum auf dem bisherigen Krakauer Bahnhofsvorplatz wurde kürzlich erteilt (Nowe Miasto). In Lodz wird im Stadtzentrum eine Textilfabrik aus dem 19. Jahrhundert in ein Einkaufszentrum sowie in ein Natur- und Technikmuseum verwandelt (Manufaktura). In Posen wurde im vergangenen Herbst eine alte Brauerei in eine Kombination aus Einkaufszentrum und Kunstmuseum umgestaltet (Stary Browar). Diese Beispiele verdeutlichen den Trend zur Rezentralisierung und Nutzung vorhandenen innerstädtischen Entwicklungspotenzials entweder aus der Entwicklung von Stadtbrachen oder der revitalisierenden Umnutzung bestehender Bausubstanz. | |
| 1 | Analyse Ist-Zustand | ||
| 1.1 | Hypermärkte | ||
| 1.2 | Nahversorgungszentren | ||
| 1.3 | Kleinteiliger Einzelhandel | ||
| 2 | Aktuelle Trends | ||
| 2.1 | Rezentralisierung | ||
| 2.2 | Multifunktionale Handels- und Dienstleistungszentren | ||
| 3 | Makrostandorte | ||
| 3.1 | Bedarfseinschätzung | ||
| 3.2 | Entwicklungspotentiale | ||
| 4 | Methodik | ||
| 4.1 | Systematischer Ansatz | ||
| 4.2 | Aufgabenverteilung | ||
| 4.3 | Mieterauswahl | ||
| 4.4 | Finanzierung | ||
| 4.5 | Centermanagement | ||
| 5 | Resümee | ||
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| Aktualisierung: 27.03.2010 | © Elmar Pfeiffer, 80335 München (Impressum) | Elmar.Pfeiffer@gmx.de | |