4.2 Perspektivenwechsel: Zentrensystem als Basis
Das "andere" Modell entsprang einem Schwenk weg von statistischen bzw. betriebswirtschaftlichen Betrachtungen hin zu einem geographischen Blickwinkel. Das genügt, um ein tragendes Gerüst zu erkennen: Das gewachsene Zentrensystem. Da der Begriff nicht jedem Leser einer ist, hier eine Erläuterung:
Ein zentrenbasiertes Raster bildet, zunächst grob, Chancen-Risiko-Verhältnisse ab. Spürbar wird bereits, dass die zweifache Ausprägung von Zentrensystemen - zwischen und innerhalb von Städten bzw. Gemeinden - einen Aufhänger für eine absolute Risikozuordnung bietet.
Der Clou: Lageklassen lassen sich über wenige Folgeschritte einwerten. Um auf ein Beispiel zurückzukommen: 1a-Lagen von Kleinstädten werden chancen- und risikotechnisch mit jenen von Metropolen in Beziehung gesetzt. Das ist machbar, indem allen Lage- bzw. Zentrenklassen eine Risikostufe zugewiesen wird.
All das klingt abstrakt, weshalb das Ergebnis einer Diskussion weiterer Überlegungen vorangestellt sei (siehe tabellarische Übersicht auf der Folgeseite). Vorauszuschicken ist, dass die vorgestellte, von Zahlen entkleidete Matrix einen Imitationsschutz beinhalten könnte.