Immobilienrating - vom Holzweg zur Brücke

3 Standardmodelle - Kurzkritik

Die Beschäftigung mit "normalen" Modellen offenbart, dass sie sperrig ausgelegt sind. Und, die meisten Ansätze sind auszuhebeln. Scheinbar fehlt es an Erfahrung im Raum, am Standort, am Objekt. Statistik und finanzwirtschaftliches Denken herrschen vor, schreiben den verhängnisvollen Glauben fort, dass sich Immobilien ohne Mühe vom Schreibtisch aus bewerten lassen.

Die größte Schwäche liegt in einer Objektivierungsmanie. Wie oben festgestellt, ist Deutung an subjektive Wahrnehmung und Geistesleistung gebunden. Deutungsfähigkeit wiederum ist das Definitionskriterium für Intelligenz. Da richtet sich ein schweres Geschütz auf übliche Modelle: "Die sind unintelligent", könnte eine Deutung lauten. Soweit wollen wir nicht gehen, wenngleich sie wenig pfiffig erscheinen. Der gewünschte Subjektivitätsausschluss führt dazu, dass sie zu 1.000-Faktorenmodellen aufgebläht werden, zu viele Daten berücksichtigen (wollen). Zu viele aus folgenden Gründen:

Grundsätzliche Einwände gegen überbordende Zahlengerüste ergeben sich aus einer anderen Richtung.