Nutzungsarten – Synergiepotenziale

Folgender Artikel stellt einen weiteren Vertreter des Typs "kosmischer Splitter" dar. Er bietet einen bündig skizzierten Orientierungsrahmen zu den Synergien, die eine Standortunion bzw. räumliche Verschränkung verschiedener Nutzungsarten erwarten lässt.

Die räumliche Verquickung verschiedener Nutzung ist ein alltäglich beobachtbares Phänomen. So augenfällig dieses wird, so sehr stechen infolge von Entmischungsvorgängen erzeugte Nutzungsmuster hervor, die sich in ein Nebeneinander jeweils von einer Nutzung oder wenigen Nutzungen beherrschter Funktionsräume übersetzen. Teils entspringt diese Homogenisierung Nutzungskonkurrenzen, teils starken Nachbarschaftsbedürfnissen von Einrichtungen ein und derselben Nutzungsart, vielfach auch mehr oder minder ausgeprägten Unverträglichkeiten einzelner Nutzungen untereinander. Kurzum: Es bestehen Nutzungen, die erheblich von einer Standortunion profitieren, andere geben und nehmen einander wenig, wieder andere stören sich gegenseitig.

Folgende Übersicht bildet die Synergiepotenziale zwischen ausgewählten Nutzungsarten ab. Die Aussagen sind als indikativ zu verstehen. Genaue Wertungen bedürfen einer fallabhängigen Einschätzung. Vorausgeschickt sei, dass sich umsatzwirksame Wechselwirkungen von Land zu Land unterscheiden. So spielen mentalitative Faktoren, Siedlungsstrukturen, Ladenschlusszeiten usw. diesbezüglich eine nicht zu unterschätzende Rolle. Beispielsweise profitieren Handel und Kinowirtschaft in den USA oder Polen stärker voneinander als in Deutschland. Weiterhin ist darauf hinzuweisen, dass miteinander harmonierende bzw. einander befruchtende Nutzungen wechselseitig nicht notwendig im selben Maße von einer räumlichen Vergesellschaftung profitieren. Auch prägen sich Synergien abhängig vom jeweiligen "Gewicht" bzw. Flächenumfang verschiedener Komponenten einer Standortgemeinschaft aus.

Synergiepotenzial diverser Nutzungsarten