Immobilienmakler – das Ideal

Intro

Dieser Artikel entstand aus dem Stegreif, während ich mein langjähriges Engagement bei einer Leasing- bzw. Fondsgesellschaft Revue passieren ließ. Dort u. a. verantwortlich für die Auswahl möglicher Kaufobjekte und somit die Selektion geeigneter Kontakte, bewegte ich mich angesichts alltäglich erfahrener "Maklerleistungen" häufig zwischen Erstaunen, Verärgerung und Unverständnis. Viele Makler erwiesen sich als windige Gesellen. Andere bewiesen Klasse. – Dem schlechten Branchenruf zuwider. Interessant war, dass diese überzeugenden Zunftvertreter wissen wollten, weshalb sie überzeugten. Nun, hier finden Fragende (und all jene, die nicht überzeugen) einige aus Kundensicht verfasste Antworten.

Makler – Begriffsbestimmung

Makler bedeutet "Marktmittler". Ohne lexikalische Definitionen bemüht zu haben, lassen sich die Aufgaben von Maklern stichwortartig folgendermaßen umreißen: Sie bringen

zusammen. Eingegrenzt auf die Immobilienbranche bezieht sich diese allgemein definierte Vermittlerrolle auf

Allgemein- und Spezialmakler

Ein Blick auf die in Kapitel 2 abgebildete (verlängerungsfähige) Liste möglicher Makleraufgaben verdeutlicht zwei wesentliche Sachverhalte und Bezüge:

Branchenvielfalt

In Deutschland bedarf die Ausübung von Immobilien-Maklertätigkeiten – anders als etwa in Österreich (siehe Beitrag "Immobilienmakler: Befähigungsprüfungsordnung") – keines besonderen Qualifikationsnachweises. Die Maklerszene ist fachlich bunt gemischt, die jeweiligen Fähigkeiten streuen außerordentlich stark.

Dass sich die Branche hinsichtlich bestehender Zugangshürden weitgehend unreglementiert darstellt, bedeutet kein grundsätzliches Manko. Im Gegenteil: Die Maklerszene kennzeichnet eine durchaus fruchtbare Vielfalt an mehr oder minder kreativen Köpfen und Ansätzen. Da keine verbindlichen Standards bestehen, ergibt sich aus Kundensicht freilich ein Problem: Es gilt den zumeist zahlreich auf Kunden zukommenden Maklern auf den sprichwörtlichen Zahn zu fühlen. Wer tagtäglich mit der Branche zu tun hat, dem genügen vielfach wenige Kontakte, um ungeeignete Kandidaten auszufiltern. Nebenbei bemerkt: Die verbreitete Neigung, größere Maklerhäuser hinsichtlich der unterstellten Arbeitsqualität gedanklich über "Einzelkämpfern" anzusiedeln, ist häufig ungerechtfertigt.

Immobilienmakler – das Ideal

Widmen wir uns nun dem Kernthema, also der Frage, welche Merkmale einen Makler zum idealen Partner machen. Dass wirklichkeitsentsprechende Aussagen bezüglich angebotener Objekte gemacht und ordentlich erstellte Exposés übermittelt werden, ist ein wichtiges Eignungsmerkmal. Ein wesentliches Auswahlkriterium liegt weiterhin darin, nicht mit Angeboten behelligt zu werden, die sich nicht in das spezifische Nachfrageschema fügen.

Genannte Punkte spiegeln an sich Selbstverständlichkeiten, die jeder Makler schon aus blankem Eigeninteresse berücksichtigen müsste. – Tatsächlich fällt diesbezüglich ein beträchtlicher Anteil aller Makler bereits durch; sie scheitern gleichsam am kleinen Einmaleins.

Wenden wir uns nun grundlegenden Charakteristika zu, die anerkannte bzw. erfolgreiche Makler kennzeichnen.

Schlussbemerkung

Als Makler dürften sich an sich nur Menschen bezeichnen, die es verstehen, Wege zu bahnen, zu ebnen und unterschiedliche Positionen gleichgewichtig zu verbinden.