Immobilieninvestitionen – Kalkulation

Mit seinem dritten IK-Beitrag unterfüttert Holger Taubenheim seine Abhandlung "Nachdenken über Rendite" anhand vergleichender Berechnungen. Der "Nachfolger" hat es, salopp gesagt, in sich. – Weil er in der Fondsbranche gängige Kalkulationsansätze als fragwürdig enttarnt.

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Die nachfolgend dargestellte Immobilien-Investitionskalkulation, eine sogenannte Management-Rechnung, besteht aus drei einzelnen Tableaus. Aus Gründen der Übersichtlichkeit – insbesondere für "Einsteiger" – konzentriert sie sich auf wesentliche Größen und die in allen anderen marktorientierten Wirtschaftsbranchen abseits der Immobilienwirtschaft üblichen Spitzenkennziffern wie DCF und Interner Zinssatz (IRR).

Rechnen ist kein Selbstzweck und sollte auch nicht zu komplexesten excelverschachtelten Megatapeten führen, die weder für Wirtschaftsprüfer noch interne Revisionisten durchschaubar sind. In erster Linie geht es bei Investmentkalkulationen nicht um das WIE, sondern um das WAS. Entscheidendes Qualitätsmerkmal ist eine transparente, nachvollziehbare logisch-systematische Darstellung, die auch Nicht-High-End-EXCEL-Experten jederzeit einen kontinuierlichen Soll-Ist-Vergleich ermöglicht. Insofern reichen Grundkenntnisse eines (mitunter antiquierten) Tabellenkalkulationsprogrammes und einige finanzmathematische Funktionen, die ein paar ansonsten zwangsläufig durchzuführende Rechenkettenoperationen erübrigen (Funktionen wie "Zielwertsuche" und "Solver" sind natürlich smart – mitunter aber in Verruf geraten durch Exzesse, die sich in übermäßigem "Leveraging" gezeigt haben. Und das mit allen Konsquenzen – in jeglicher Hinsicht).

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