Seitenhistorie / Portalentwicklung

1 Entstehungsgründe der Seite

Der eigentliche Grund, das Projekt "Immobilien-Kosmos" anzugehen, dürfte mein "Spieltrieb" gewesen sein: Neue Ideen, neue Vorhaben bereiten seit jeher Vergnügen. Der zweite Grund mag einer gewissen Enttäuschung entsprungen sein, dass mehr und mehr blanke Werbeseiten im weltweiten Netz auftauchen, viele Homepages inhaltlich dürftig erscheinen, zu viele dem Typ "Wir-über-uns", "Wir-können-zwar-alles-zeigen-aber-nichts" angehören (vertiefend siehe "Immobilienunternehmen: Websites im Test").

2 Entstehungsprozess

Einen ersten Anlauf nahm ich im Herbst 2000, nach einem beruflichen Wechsel. Zur Wochenendbeziehung verdonnert, wurde abends an einer Seite gewerkelt. Angesichts starker beruflicher Beanspruchung legte ich das Projekt Anfang 2001 auf Eis. Erst ein knappes Jahr später lebte es auf. Die "Programmierung" funktionierte reibungslos, obwohl die Seite in weiten Teilen "handgestrickt" wurde und ich von htm-Code wenig verstand. Nach einigem Experimentieren entstand ein Layout, dessen Grundzüge bis heute fortbestehen. Im Detail wurde allerdings viel und wiederholt am Erscheinungsbild gefeilt und geschliffen. Dabei standen zuvorderst inhaltliche und navigatorische Gesichtspunkte im Vordergrund. So wurde die Seite denn auch nie zu einem optisch spektakulären Portal.

Im Titel des Webprojektes, "Immobilien-Kosmos", spiegelte sich die Idee, ein breites und tiefes inhaltliches Spektrum abzubilden. Tatsächlich wurde der Name zum Programm: seit dem Seitenstart verbreiterte sich der thematische Fächer ständig, phasenweise sogar explosionsartig. Diese Entwicklung ist auch – und wesentlich – externen Autoren zu danken, die Beiträge zum Portal beisteuern.

3 Historie

Juni 2002

Die Seite ging mit hellen Blautönen und einigem Schnickschnack grüßend mit sechs Beiträgen ans Netz:

Im selben Monat folgten zwei weitere Unterseiten:

Zum Monatsende standen annähernd 60 Einzelseiten online. Es erfolgten Suchmaschinenanmeldungen sowie Einträge in ausgewählte Linklisten. Der (später herausgenommene) Besucherzähler schraubte sich in die Höhe. – Erwartungsgemäß langsam. Zunächst griffen vor allem Arbeitskollegen und Geschäftspartner auf die Seite zu. Bemerkenswert ist, dass drei der Pionierbeiträge bis heute zur Spitzenriege unter den Besucherfavoriten zählen.

August 2002

Ein Gästebuch wurde installiert; es erschienen zwei Großbeiträge, nämlich

mit bescheidenen 350 Begriffen. Die Farbgebung der Seite wurde verändert: Dunkle Töne (blau und schwarz) regierten fortan.

Erste Suchmaschinen fanden den Immobilien-Kosmos (abacho, blitzsuche, crawler). Gegen Monatsende durchschlug der Zählerstand die Marke von 2.500 Zugriffen. – Zwar eine Winzigzahl im netzweiten Vergleich, doch ordentlich für ein Start-up mit spezieller, zudem nicht-kommerzieller Ausrichtung.

Oktober 2002

Nach kurzer Schaffenspause erweiterten drei Artikel das Themenspektrum:

Die Anzahl den Immobilien-Kosmos findender Suchmaschinen stieg (altavista, google, suchknecht, suchnecht.at, yippy, witch usw.). Nebenbei angemerkt: Die Namen mancher damals bekannter Suchmaschine sind heute nur noch Netznostalgikern geläufig.Immobilien-Kosmos

Das rechts eingefügte Bild zeigt die Seite, wie sie gemäß Schnappschuss eines Netzarchivars im November 2002 aussah (den rechten Kopfzeilenabschnitt gibt der Abbildspeicherer falsch wieder). Sämtliche Beiträge fanden sich auf der Portalseite gelistet, der Zählerstand riss keineswegs vom Hocker, wies bezogen auf den IK-Start jedoch einen monatlichen Durchschnitt von immerhin 1.500 Besuchern aus. Vermutlich steuerte ich zum Mittelwert 150 Klicks bei, weil ich dauernd guckte, was sich tat. Aus Sicht von "Nicht-Seitenbetreibern" mag das Eingeständnis drollig anmuten, wer selbst ein Portal aufbaute, dürfte ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Dezember 2002

Zwei größere, grundlagenorientierte Beiträge reicherten die Seite an:

Zum Jahresende umfasste die Homepage über 140 Einzelseiten. Besucher meldeten, das ständig erweiterte Immobilienwörterbuch sei zum größten seiner Art weltweit geworden. Rückblickend lässt das schmunzeln, insofern das Wörterbuch damals recht "dünn" war.