Immobilienwirtschaftliche Information

Portalseite

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    7 Zweite-Hand-Problem

    Viele Medienberichte lassen erkennen, dass die Autoren Grundlagenmaterial oberflächlich auswerten, sich auf griffige Zahlen und "knackige" Aussagen stürzen. Mit der jeweiligen Systematik (siehe Maklerbeispiele) befassen sie sich ungenügend. So entstehen Zerrbilder. Auffallend zudem, dass manch fachfremder Verfasser Dinge durcheinander bringt, falsch zitiert.

    Beispiel

    Ein zu SB-Warenhäusern befragter Einzelhandelsfachmann sieht für Berlin noch höchstens zehn Genehmigungen vorher. Die Betriebsform ist definiert ab 5.000 qm Verkaufsfläche. Der Artikel verkündet, er hielte zehn Genehmigungen für Objekte über 1.200 qm für wahrscheinlich. - Weil der Interviewer gedanklich in die Kategorie "Supermarkt" sprang. Die resultierende Aussage ist absurd.

    8 Zahlenspiele

    Welche Zahlen beispielsweise eine Projektbewertung zulassen, ist klärungsbedürftig. Im Bürosektor führt ein Bezug auf Spitzenmieten ins Abseits. Sie machen regelhaft ca. 2 % aller Abschlüsse, oft nur 0,X % des Flächenumsatzes aus. Aussagekräftiger sind gewichtete Durchschnittsmieten oder Vermietungen nach Preisstaffeln. Doch auch diese besitzen projektbezogen häufig geringen Aussagewert.

    Beispiel

    Wenn in Münchens Teilmarkt A im Markttief nur zu 9 - 10 EUR / qm vermietet wird, mag dies daran liegen, dass hier einzig Objekte fragwürdiger Qualität verfügbar sind. Ein gut konzipierter Bau kann höhere Werte erzielen.



    Wie obiges Beispiel illustriert, sind Mietansätze für vergleichbare Objekte (Größe, Flächeneffizienz usw.) in vergleichbarer Lage (Sichtachsen, ÖPNV usf.) entscheidend. Gegebenenfalls erweist sich eine Primärerhebung als unverzichtbar.
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Aktualisierung: 06.06.2004© Elmar Pfeiffer, 80335 München (Impressum)Elmar.Pfeiffer@gmx.de