Immobilien als Anlagemedium - Perspektiven

5 Zukunft der Immobilienanlage

5.1 Steigende Anlagerisiken?

Zahlreiche Marktbeobachter setzen voraus, dass sich die Risiken von Immobilienanlagen erhöhen. Hierfür sprechen u. a. folgende Sachverhalte: Es setzen sich kurzläufige Mietverträge durch. Der Handel vereinbart vermehrt Umsatzmieten. Über die Bonität wachsender Mieterkreis darf spekuliert werden. Häufigere Mieterwechsel bedingen erhöhten Vermarktungsaufwand. Die technische Nutzungsdauer von Immobilien verkürzte sich jüngst deutlich. Die mittlere Wertsteigerung fällt verbreitet erheblich niedriger aus als bisher. Trendforscher machen weitere Risiken aus. So soll die Ausbreitung neuer Technologien Standorte entwerten, Siedlungsgefüge umprägen, Nutzungsmuster auflösen, Bürohäuser überflüssig machen, über sämtliche Lebensbereiche hinweg ständig neue räumlich-arbeitstechnisch-organisatorische Konzepte erfordern. - Bezogen auf Immobilienanlagen ein Horrorszenario, das nur einen Vorzug besitzt: Es tritt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nie ein. Zur Begründung seien nur vier Argumente angeführt.

Die Grundgesetze und -gefüge menschlicher Raumorganisation bleiben gültig. Dennoch reichen ablaufende Wandlungen hin, überkommene Finanzierungsmodelle, Renditeberechnungen, Wertsteigerungsansätze, die Kalkulation von Instandhaltungs- und Revitalisierungsrücklagen hinfällig werden zu lassen. Die Attraktivität von Immobilienanlagen muss darunter keineswegs leiden. Stattfindende Veränderungen eröffnen Chancen, zumal sich die Anlegerhaltung in vielen Ländern wandelt.