3 Immobilienanlagen - ein junges Phänomen
3.1 Anlage ungleich Investition
Immobilien schaffen Menschen seit Jahrtausenden, gewerblich handeln sie diese seit Jahrzehnten. Zum Anlagemedium entwickelten sich Immobilien erst in jüngerer Zeit. Zunächst stellten Käufe Investitionen dar. Die begriffliche Unterscheidung zwischen Anlage und Investition ist bedeutsam: Anleger erwarten sofortige Mittelrückflüsse, Investoren rechnen auf spätere Gewinne. So gesehen birgt der Titel dieses Beitrages - selbsterklärend - eine erste Antwort: Je rascher Rückflüsse einsetzen, je höher sie ausfallen, desto interessantere Anlagen stellen Immobilien dar. Diese platt klingende Feststellung beinhaltet bedeutsame Schlussfolgerungen. - Hierzu später mehr.
3.2 Von der Immobilie zum Anlagemedium
An dieser Stelle verdient ein einfacher, auf alle Anlagemedien zutreffender Bezug Beachtung: Anlagetätigkeit setzt Märkte voraus. Die Entwicklung von Immobilien zum Anlagemedium von Rang beruhte auf einem sich etablierenden System gewerblichen Immobilienhandels bzw. des Handels mit Gewerbeobjekten. Nun fragt sich, weshalb der gewerbliche Handel eine vergleichsweise junge Erscheinung darstellt. Antwort: Er benötigt eine
Vorstehende Erklärung enthält wesentliche Schlag- und Schlüsselwörter, die aktuelle Trends bzw. Auslöser und Effekte der Globalisierung beschreiben. Trifft sie zu, sind Immobilienanlagen grundsätzlich blendende Zukunftsperspektiven zuzubilligen. In diese Richtung spielt ein zweiter Umstand: Neue Dimensionen der (seit frühen Zeiten laufenden) Globalisierung, der schwächelnde EURO usw. verunsichern zahlreiche europäische Anleger. Dies lässt eine verstärkte Hinwendung zum Sachwert, zur Immobilien erwarten. Und noch ein Sachverhalt tritt zutage: Sind Städte funktional zukunftstauglich, finden Immobilienanlagen - privatwirtschaftliche Marktorganisation vorausgesetzt - einen fruchtbaren Nährboden vor.
Diesbezüglich festzustellen ist zunächst, dass die Bedeutung der Stadt zunimmt; die weltumspannende Verstädterungswelle belegt es. Nun wachsen Städte verbreitet ungeordnet, wuchern, verelenden in weiten Teilen. Daraus schließen zu wollen, sie seien eine untaugliche Form räumlicher Organisation, wäre verfehlt. Schon deshalb, weil die Stadt an sich ausgezeichnet funktioniert. Selbst so genannte Megacities der Schwellen- und Entwicklungsländer tun es - trotz allem Elend - besser als der europäische Blickwinkel Glauben macht. Höhere Potenziale als Alternativen - wenn es solche denn gibt - bieten sie ohnehin. Potenzial aber ist wesentlicher Auslöser von Immobilienanlagen. Vereinfachend ergibt sich folgende Formel: Steigender Verstädterungsgrad gleich steigendes Potenzial. Folge: Unter ansonsten gleich bleibenden Bedingungen expandiert der Anlagemarkt.