Hotelwirtschaftliches Glossar

Das Glossar bietet rund 500 bündige Beschreibungen und Definitionen hotelsprachlicher Fachbegriffe. Es berücksichtigt Kürzel (Akronyme); weiterhin listet es neben deutschsprachigen Bezeichnungen im alltäglichen Hotelgeschäft gängige – und vorherrschende – englische Begriffe auf. Das Glossar ist auf Zuwachs ausgelegt. Wortbeiträge, Hinweise und Anregungen von Besucherseite sind willkommen. Detaillierte Informationen zu ausgewählten Hotelthemen bietet die entsprechende Portalrubrik.

1-Stern-Hotel: Ein sehr einfach ausgestatteter, der Tourist-Kategorie gemäß deutscher → Hotelklassifikation zuzählender Beherbergungsbetrieb, der einfachen Gästeansprüchen genügt (vertiefend siehe Hotelkategorien, 2.1.1 Tourist).

2-Sterne-Hotel: Ein Beherbergungsbetrieb, der in Bezug auf seine Ausstattung und angebotene Serviceleistungen mittleren Gästeansprüchen genügt. Es handelt sich um ein Haus der Standard-Kategorie gemäß deutscher → Hotelklassifikation (vertiefend siehe Hotelklassifikation, 2.1.2 Standard).

3-Sterne-Hotel: Ein zur Komfort-Kategorie gemäß deutscher → Hotelklassifikation zählender Beherbergungsbetrieb, der gehobenen Gästeansprüchen genügt (vertiefend siehe den Artikel Hotelkategorien, 2.1.3 Komfort).

4-Sterne-Hotel: Ausstattungs- und servicebezogen ein hohen Gästeansprüchen genügender Beherbergungsbetrieb bzw. ein Haus der First-Class-Kategorie gemäß deutscher → Hotelklassifikation (siehe Hotelkategorien, 2.2.4 First Class).

5-Sterne-Hotel: Ein hinsichtlich seiner Ausstattung und Dienstleistungsangebote höchsten Gästeansprüchen genügender Beherbergungsbetrieb bzw. ein Haus der Luxus-Kategorie gemäß deutscher → Hotelklassifikation (vertiefend siehe den Beitrag Hotelkategorien, 2.1.5 Luxus).

Abrufkontingent: Ein variables, von einem Veranstalter bestelltes Zimmerkontingent. Die Buchung einzelner Zimmer bestätigen die jeweiligen Veranstaltungsteilnehmer persönlich. Das Kontingent wird bis zu einem vereinbarten Zeitpunkt garantiert. Bis dahin nicht abgerufene Zimmer gehen in die normale Vermietung über.

Abschöpfungsmanagement: Ein Aufgabenkreis, der um die optimale Mobilisierung bzw. "Abschöpfung" bestehender Marktpotentiale eines Hotelbetriebes kreist. Geläufiger ist sind die Begriffe "Ertragsmanagement" und "Preis-Mengen-Steuerung". Englische Bezeichnungen sind "Revenue Management" und "Yield Management".

Absolute Preisuntergrenze: Auch als "kurzfristige Preisuntergrenze" bezeichnet. Es handelt sich um einen je Zimmer verlangten Nettopreis (ohne MwSt.), der genau die variablen Stückkosten einspielt. Eine solche Zimmerrate leistet somit kein Beitrag zur Deckung laufender Fixkosten eines Hotels. Diese Preisgrenze ergibt sich, werden die summierten variablen Kosten durch die Anzahl verkaufter Zimmer dividiert. Unschwer nachvollziehbar gerät ein Hotel rasch in die roten Zahlen, wenn dieser Preis längerfristig angeboten wird.

Absteige: Im heutigen Sprachgebrauch ein abgewirtschafteter, schäbiger oder schmuddeliger → Beherbergungsbetrieb.

ADR: Englischsprachiger Kürzel für "Average Daily Rate". Die Bezeichnung steht für den durchschnittlichen, innerhalb eines Betrachtungszeitraumes erzielten Zimmerpreis. Die "ADR" ergibt sich aus einer Abfolge erzielter Tagespreise, vorvereinbarter Firmentarife (insbesondere bei Geschäftshotels) und / oder durchgesetzter Kontingentpreise (vor allem bei Touristenhotels).

ADRM: Der "Area Director of Revenue Management" bzw. "Gebietsleiter für Ertragsmanagement" ist für mehrere Hotels innerhalb eines Gebietes zuständig. Er arbeitet darauf hin, jeweilige Auslastungs- und Preisstrukturen zu optimieren, um ein bestmögliches Gesamtergebnis herbeizuführen.

Advanced Booking Patterns: Wiederkehrende Buchungsvorlaufzeiten, die bestimmbaren Mustern folgen. Die Erfassung dieser Muster dient dem Ziel, voraussichtliche Auslastungsquoten zu bestimmen und die Zimmerpreise entsprechend anzupassen.

Airline Rate: Auch als "Crew Rate" bezeichnet: Ein Fluggesellschaften eingeräumter Sonderpreis für Flugzeugbesatzungen.

Allocations: Eine mit Hotelpartnern bzw. Kunden vertraglich vereinbarte Mindestzimmeranzahl bzw. ein Zimmerkontingent, dessen tägliche Nutzungsmöglichkeit dem Vertragspartner bindend zugesichert wird.

Allotment: Ein Zimmerkontingent, das für eine Gruppe geblockt ist. Zu unterscheiden sind Festkontingent und Abrufkontingent (siehe entsprechende Glossareinträge). Allotments lassen sich tagesbezogen, hinsichtlich der Zimmertypen sowie unter Bezug auf die Zimmeranzahl vereinbaren. Mischformen sind möglich.

All-Suite-Hotel: Eine Hotelform, die ausschließlich Suiten anbietet, also über keine Standardzimmer (Einzel-, Doppelzimmer usw.) verfügt.

ALoS: Der Kürzel steht für "Average Length of Stay", also die durchschnittliche Anzahl von Übernachtungen je Gast.

Amadeus: Das marktführende → Global Distribution System.

American Plan: Bisweilen auch "Full American Plan". Ein Zimmerpreis, in dem drei Mahlzeiten (Frühstück, Mittag- und Abendessen) enthalten sind. Die deutsche Entsprechung ist "Vollpension".

Annoncier: In Hotelküchen klassischer Tradition ein Mitarbeiter, der aufgenommene Bestellungen ausruft.

Aparthotel: Ein Hotel, dessen Unterkunftsangebot sich auf Studios und / oder Apartments beschränkt. Eine andere Bezeichnung ist "Apartmenthotel". Dieser Hoteltyp spricht überdurchschnittlich stark längerfristig logierende Kundenkreise an.

Apartment: Eine Gästeunterkunft, die neben Wohn- und Schlafraum mit einer Kochnische oder Kleinküche ausgestattet ist.

Apartmenthotel: Ein Hotel, dessen Unterkunftsangebot sich auf Studios und / oder Apartments beschränkt. Eine andere Bezeichnung ist "Aparthotel".

Area Director of Revenue Management (ADRM): Der "Gebietsleiter für Ertragsmanagement" ist für mehrere Hotels innerhalb eines Gebietes zuständig. Er arbeitet darauf hin, jeweilige Auslastungs- und Preisstrukturen zu optimieren, um ein bestmögliches Gesamtergebnis zu erzielen.

ARR (Average Room Rate): Ein über einen Betrachtungszeitraum hinweg erzielter durchschnittlicher Zimmerpreis. Dieser beruht auf einer Abfolge durchgesetzter Tagespreise, vorab vereinbarter Firmentarife (vor allem bei geschäftskundenorientierten Hotels) und / oder ausgehandelter Kontingentpreise. Die ARR beinhaltet durch Mehrfachbelegungen erzielte Umsätze.

Atrium: Ein hoher, großflächiger, von einem Glasdach überspannter öffentlicher Hauptraum oder ein mehrere Stockwerke durchlaufender Innenbereich. Hotelatrien beinhalten regelhaft die Rezeption und Sitzbereiche, häufig auch Bareinrichtungen.

Aufenthaltsdauer: Auch kostentechnisch wichtige Kenngröße. Sie weist die durchschnittliche Anzahl von Übernachtungstagen je Gast aus. Im Englischen "Average Length of Stay", kurz "ALoS".

Auslastung: Siehe → Auslastungsquote.

Auslastungsquote: Es handelt sich um eine hotelwirtschaftliche Schlüsselgröße, die bezogen auf die Zimmeranzahl eines Hotels erzielte Vermietungsquoten abbildet. Mit anderen Worten: Sie drückt aus, wie viele aller Zimmer innerhalb einer Rechnungsperiode von Gästen belegt wurden. Die Auslastungsquote bezieht sich regelhaft auf die Gesamtzahl vorhandener Gästezimmer, nicht auf die Anzahl verfügbarer Zimmer (die u. a. modernisierungsbedingt zeitweilig geringer sein kann als der Gesamtbestand). Statistische Ämter und in der Ferienhotellerie aktive Betriebe erfassen vielfach nicht die zimmer-, sondern die bettenbezogene Auslastungsquote.

Automatenhotel: Ohne örtliches Empfangs- und Servicepersonal betriebenes Hotel. Die Einbuchung erfolgt über vorab übermittelten Code, die Bezahlung per Karte. Um ein personalloses Hotel handelt es sich – entgegen vielfach zu lesender Definition – nicht, da Buchungs-, Reinigungs- und Wartungsarbeiten anfallen.

Availability: Branchensprachliche Kurzform von "(Guest) Room Availability". Die Bezeichnung für "Zimmerverfügbarkeit". Sie steht für die Anzahl zur sofortigen Vermietung verfügbarer Gästezimmer.

Average Daily Rate: Englische Bezeichnung für den durchschnittlichen Zimmerpreis (auf Jahresbasis). Die "Average Daily Rate", kurz "ADR", ergibt sich aus einer Abfolge realisierter Tagespreise, vorab vereinbarter Firmentarife (vor allem bei Geschäftshotels) und / oder ausgehandelter Kontingentpreise (besonders bei Touristenhotels).

Average Room Rate (ARR): Der über einen Betrachtungszeitraum hinweg erzielte durchschnittliche Zimmerpreis. Dieser beruht auf einer Abfolge durchgesetzter Tagespreise, vorab vereinbarter Firmentarife (vor allem bei geschäftskundenorientierten Hotels) und / oder ausgehandelter Kontingentpreisen (besonders bei Touristenhotels). Die ARR beinhaltet durch Mehrfachbelegungen erzielte Umsätze.