Hotelgewerbe: Primäre Leistungskennziffern

3.5 Pachtanteile nach Erlösgruppen

Wie sich jeweilige Hotelumsätze zusammensetzen, entscheidet erheblich über das letztlich erzielte Bruttobetriebsergebnis. Dieses wiederum ist eine Schlüsselgröße in Bezug auf die als tragbar zu erachtende Hotelpacht. Die Komposition jeweiliger Einnahmequellen ist deshalb bedeutsam, weil - salopp gesagt - unterschiedliche Einnahmebestandteile hängen bleiben. Die auf Pachtzahlungen verwendbaren Anteile jeweiliger Einkommensquellen illustriert folgende Tabelle.


Erlösquelle

Pachtanteil in %
Übernachtung / Zimmervermietung 25 - 30
Speisen und Getränke (F & B) 10 - 15
Vermietung von Konferenzräumen 40 - 50
Wellnessangebote 10 - 20
Stellplatzvermietung 50 - 60

Quelle: VÖB Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands: Beherbergungsgewerbe in Deutschland - Leitfaden für Immobiliengutachter, 2. Auflage, Oktober 2007

3.6 Bruttobetriebsergebnis (GOP)

Diese Größe leitet sich aus oben vorgestellten Faktoren ab. Hotelsprachlich wird das Bruttobetriebsergebnis als Gross Operating Profit bezeichnet und zu GOP abgekürzt. Vereinfacht gesagt bildet es die Differenz aus Erträgen und Aufwand wie Personalkosten und Wareneinsatz ab, wobei Zinsen, Abschreibungen, Einkommens- und Ertragssteuern usw. unberücksichtigt bleiben.

Der GOP schwankt naturgemäß abhängig von Standort- und Objektgüte, Betriebskonzept, Hotelkategorie ("Sternekategorie"), Betreiberqualität und anderen Faktoren mehr. Als "gesunde" Werte gelten umsatzbezogen 40 % - 50 % für Häuser mit Restauration, und 55 % - 60 % für Hotels ohne entsprechendes Angebot.