Hotelgewerbe: Primäre Leistungskennziffern

Portalseite

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    3.1 Auslastungsquote

    Jedes Hotel besitzt eine bestimmte Anzahl vermietbarer Zimmer. Diese Anzahl schwankt im Zeitvergleich, da Renovierungen, Modernisierungen, Sanierungen fällig werden. Die tatsächlich vermietbare Zimmeranzahl errechnet sich aus der Grundgesamtheit multipliziert mit 365 (Schaltjahr = 366) abzüglich zeitweilig nicht verfügbarer Zimmer (Anzahl mal Ausfalltage).

    Resultierende Werte sind lediglich im Rahmen der Budgetplanung bedeutsam. Die Occupancy als solche bezieht sich auf die vorhandene Zimmeranzahl. Regelhaft werden z. B. saisonale Nachfragetiefs genutzt, um zu modernisieren, zu sanieren.

    3.2 Durchschnittlicher Zimmerpreis

    Der jährlich gemittelte Zimmerpreis bzw. die Average Daily Rate - kurz ADR - beruht auf einer Abfolge realisierter Tagespreise, vorab vereinbarter Firmentarife (insbesondere bei geschäftskundorientierten Hotels) und / oder ausgehandelter Kontingentpreise (besonders bei Touristenhotels). Geläufig ist auch der Begriff der Average Room Rate; die ARR beinhaltet durch Mehrfachbelegungen erzielte Erlöse. Der so genannte "Mehrfachbelegungsfaktor" ist ein doppeldeutiger Begriff: Einerseits bezeichnet er infolge täglich mehrfacher Zimmerbelegung erzielte Erlöse (hoch z. B. bei Flughafen- und Bahnhofshotel); gemeinhin steht er jedoch für die Anzahl von Gästen je Zimmer und Mietperiode.

    Die Hotellerie geht zuvorderst von Zimmerbelegungen, nicht von Bettenauslastungen aus, an der u. a. deutsche oder spanische Statistikämter zumeist orientiert sind.

    3.3 Durchschnittlicher Zimmererlös

    Der durchschnittliche Zimmererlös bzw. RevPAR (= Revenue per Available Room) ergibt sich aus Occupancy und Average Daily Rate bzw. Average Room Rate. Er errechnet sich nach einer einfachen Formel:

    • Auslastungsquote (Occupancy) * durchschnittlicher Zimmerpreis (Average Daily Rate) = RevPAR.

    3.4 Sonstige Erlösquellen

    In Kapitel 2 bereits angeklungen, bieten Hotels verschiedene, das Kerngeschäft ergänzende "Nebenleistungen". Hierzu zählen vor allem Bar- und Restaurantbetrieb (Food & Beverage) sowie Vermietungen von Konferenz- bzw. Tagungsräumen und sonstige Serviceleistungen (Other Income).

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Aktualisiert: 29.05.2008© Elmar Pfeiffer, 80335 München (Impressum)Elmar.Pfeiffer@gmx.de