Hotelgewerbe: Primäre Leistungskennziffern

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    1 Intro

    Dieser Beitrag stellt hotelbetriebliche Schlüsselgrößen vor. Diese bilden Dreh- und Angelpunkte des weltweit einheitlichen betrieblichen Abrechnungssystems der Hotellerie, des Uniform System of Accounts for the Lodging Industry (USALI). Hier vorgestellte Kennziffern sind im laufenden Betrieb entscheidend. Folglich ist es essentiell, sie im Rahmen von Projektentwicklungen bzw. im Vorfeld geplanter Hotelbauvorhaben wirklichkeitsnah abzubilden.


    2 Hotelbetriebliche Hintergründe

    Der betriebliche Zweck von Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen liegt darin, Gästen Zimmer zu vermieten. Diese Betriebe sind, so verblüffend es klingen mag, als eine Spielart wohnungswirtschaftlicher Unternehmen einzustufen. Im Unterschied zu "normalen" Wohnungsvermietern überlassen sie jeweilige Wohneinheiten zu Tageskursen und / oder vorab vereinbarten Firmenkundentarifen ("Corporate Rates"), zumeist für kurze Zeit und gebündelt mit mehr oder minder umfassenden Dienstleistungen. Hotels gehobener Kategorie bieten eine Art betreuten Wohnens. Sie sind komplexe Managementimmobilien, facettenreiche Mikrokosmen.

    Ziel wirtschaftlich orientierten Managements ist es, verfügbare Zimmer möglichst häufig zu möglichst hohen Preisen zu vermieten.

    Da kein Hotel dauerhaft voll ausgelastet sein kann, gilt es, durchschnittlichen Zimmerpreis und Auslastung samt daran geknüpfte Dienstleistungserträge optimal auszubalancieren. Es geht darum, einen nachhaltig optimalen Zimmererlös zu erzielen. - Und, das betriebliche Gesamtergebnis durch Nebenleistungen bestmöglich abzurunden bzw. einen gewinnbringenden Hotelbetrieb zu gewährleisten.


    3 Primäre Leistungsdaten

    Das Vorkapitel sprach die beiden wichtigsten hotelbetriebswirtschaftlichen Größen an, nämlich

    • Auslastungs- bzw. Belegungsquote (Occupancy) und

    • durchschnittlich erzielten Zimmerpreis auf Tagesbasis (Average Daily Rate = ADR; auch "average room rate" genannt)

    Aus der Verrechnung beider Faktoren leitet sich der

    • durchschnittliche Zimmererlös (Revenue per Available Room = RevPAR) ab.

    Erlösbezogen bildet der RevPAR regelhaft nur eine Sockelgröße. Will sagen: Je nach Standort- bzw. Umfeldsituation und verwirklichtem Konzept erwirtschaften Beherbergungsbetriebe größere oder kleinere Ergebnisbeiträge durch Leistungen abseits des eigentlichen Kerngeschäfts, also der reinen Zimmervermietung.

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Aktualisiert: 29.05.2008© Elmar Pfeiffer, 80335 München (Impressum)Elmar.Pfeiffer@gmx.de