| 1 | Vorbemerkung |
3 Handelsimmobilien: Wandel und Beständigkeit Der Einzelhandel war und ist überragende Bestimmungsgröße urbanen Lebens, der Zentrenbildner schlechthin. Seine Verfassung spiegelt gesellschaftliche Zustände im weitesten Sinne. Er steht - ein Umkehrschluss - unter hohem Anpassungs- bzw. Neuerungsdruck. Nicht von ungefähr entwickelte er eine Fülle wettstreitender, einander ergänzender, miteinander verwobener Betriebsformen: Marktstand, Fachgeschäft, Kaufhaus, Warenhaus, Supermarkt, SB-Warenhaus, Fachmarkt, Einkaufszentrum, Fabrikverkaufszentrum (Factory Outlet Center). Trotz außerordentlich hoher Innovationsdichte verschwand keine jemals entstandene Betriebsform von der Bildfläche, wohl aber verschoben sich die Gewichte zwischen diesen. Implizit bedeutet dies zweierlei: Im Rahmen einer Bemessung der Entwicklungsfähigkeit von Handelsobjekten spielt der Standort eine überragende Rolle. Grundsätzlich gilt: Je höher die Passantenfrequenz, desto höher die Standortgunst. Doch Vorsicht! Es bestehen Zug- und Drucklagen, die Menschenmassen durchfluten - nur darauf bedacht, Land zu gewinnen. Hier regiert das Düsenprinzip: Einstrom, Verdichtung, Ausstoß. Haften bleibt nichts. Ideale Rahmenbedingungen liegen vor, sind neben hohem, ganztägigen Passantenaufkommen eine große Zahl häufig und regelmäßig wiederkehrender Kunden zu beobachten. Derart charakterisierbare Teilräume repräsentieren klassische Konsumlagen. In Cities und Stadtteilzentren verdienen nur sie das Prädikat 1a-Standort. Tatsächlich definiert die Nachfrage Lagekategorien zunehmend schärfer: Genügten 1995 noch 60 - 70 % des Passantenaufkommens stadtweit führender Laufmeilen dem Anspruch einer Einser-Lage, so ruckte die Meßlatte ab ca. 1997 auf 75 - 85 %. Einen Hinweis verdient die Tatsache, dass selbst professionelle Marktmittler teils erklärungsbedürftige Einordnungen vorstellen. Deshalb in loser Folge einige Praxistips. Diese Hinweise verdeutlichen, dass sich Lageprädikate in räumlich variablen Nutzungsgefügen spiegeln. | |
| 2 | Die Anlegersicht | ||
| 3 | Handelsimmobilien: Wandel und Beständigkeit | ||
| 4 | Erfolgsfaktor Standort | ||
| 5 | Nachfragedynamik und Mietpreismechanik | ||
| 5.1 | Angebot total gleich Nutzen total | ||
| 5.2 | Spezialisierung steigert Nutzeffekt | ||
| 5.3 | Mietmaximierung I: Ende der Vielfalt | ||
| 5.4 | Mietmaximierung II: Profil ade! | ||
| 5.5 | Mietmaximierung III: Strukturverwerfung | ||
| 5.6 | Die Spirale dreht sich | ||
| 5.7 | Fazit | ||
| 6 | Mietzinsexplosion: Ursachenforschung auf falschem Gleis | ||
| 7 | Mietpreise zentraler Objekte | ||
| 8 | Mietpreis nach Objektgröße | ||
| 9 | Exkurs: Problemkreis Datenstand | ||
| 10 | Flächeninflation - Wertverluste programmiert? | ||
| 10.1 | Niedriger Filialisierungsgrad birgt Chancen | ||
| 10.2 | Kontraktion der Bestlagen | ||
| 10.3 | Umwertung von Konsumlagen | ||
| 10.4 | Starke Stadtteile im Aufwind | ||
| 10.5 | Nahbereichszentren in der Bredouille | ||
| 11 | Einzelhandelsimmobilien auf dem Weg zur Risikoanlage? | ||
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| Aktualisierung: 05.06.2003 | © Elmar Pfeiffer, 80335 München (Impressum) | Elmar.Pfeiffer@gmx.de |