Hochhauskonstruktion

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    1 Intro

    Hoch aufragende Bauwerke hohen Schlankheitsgrades schwanken im Wind und neigen dazu, sich zu verbiegen. Mit wachsender Höhe sind statische "Kniffe" gefordert, um einwirkende horizontale und vertikale Lasten zu beherrschen. Neben Bodensenkungen und -verformungen, die vom Eigengewicht jeweiliger Bauten ausgelöst werden können, gefährden Erdbeben die Gebäudestabilität, vor allem jedoch Winde. Über die Schwingung moderner Wolkenkratzer geht manches Gerücht um. Tatsächlich schwingen solide geplante und errichtete Vertreter ihrer Art an der Spitze höchstens um ein Fünfhundertstel ihrer Höhe.

    Folgender Artikel beschreibt ausgewählte Konstruktionsweisen. Vertiefende Informationen samt Planskizzen bietet u. a. Bennett, D.: Skyscrapers. Marshal Editions Developments Limited, 1995.


    2 Stahlskelett, halbstarres

    Diese Bauweise kennzeichnete Hochhäuser des ausklingenden 19. Jahrhunderts. Sie fügt Decken und Rahmen mittels Nieten oder Bolzen zu halbstarren Verbindungen; der Rahmen ist in gewissem Maße biegsam. Die Konstruktion eignet sich für Gebäude mit zehn bis fünfzehn Stockwerken. Höhere Bauten sind anfällig für windbedingte Verformungen.

    Das erste, von einem rein stählernen, halbstarren Skelett getragene Hochhaus war das von Burnham & Company entworfene Reliance Building. Das fünfzehngeschossige Bauwerk wurde 1885 in Chicago fertiggestellt (siehe Bild rechts, aufgenommen im August 2005).


    3 Stahlskelett, biegefestes

    Das biegefeste Stahlskelett entstand in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Es handelt sich um eine Fortentwicklung des halbstarren Vorläufers. Namensgerecht besitzt es eine steifere Konstruktion, die Windlasten bis zu einer Höhe von ca. vierzig Etagen gut abfängt. Als Beispiel dieses Bautyps findet sich häufig das 1952 in New York errichtete Lever House angeführt. Es dankt seine Stabilität u. a. steifen, Außen- und Innenstützen an Querträger koppelnden Plattenverbindungen.

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Aktualisierung: 20.04.2010© Elmar Pfeiffer, 80335 München (Impressum)Elmar.Pfeiffer@gmx.de