Einzelhandelszentralität - Indexbetrachtung

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    5 Zeitvergleich

    Interessanter als der Zentralitätsindex zu einem stehenden Zeitpunkt ist seine Entwicklung. Fortwährend sinkende Werte deuten auf strukturelle Verwerfungen hin. Sie verweisen implizit auf tendenzielle Wertverluste von Immobilien. Umgekehrt deuten sich in einem stetigen Anstieg Wertsteigerungschancen an.

    Plötzliche Sprünge sind stets als Alarmsignal zu verstehen - gleich ob der Index emporschnellt oder abrutscht. Für beide Fälle finden sich jeweils zwei primäre Erklärungsmöglichkeiten.



    Rapider Anstieg

    • Häufig entspringt er der Eröffnung eines oder mehrerer Großobjekte innerhalb der Ortsgrenzen. In deren Gefolge stellen sich verbreitet Lageumwertungen ein; die Gewichte zwischen einzelnen Gliedern der Zentrenhierarchie und / oder zwischen Standorten innerhalb eines Zentrentyps verschieben sich.

    • Umgekehrt kann die Schließung bedeutender Betriebe in Nachbargemeinden einen nach oben weisenden Indexsprung auslösen.

    Rapider Rückgang

    • Ein starker Einbruch lässt auf verstärkten Wettbewerbsdruck durch große, neu ins Rennen gegangene Verkaufsmaschinen im Umland schließen - wiederum mit entsprechenden Rückkopplungen auf die Tragfähigkeit einzelner Lagen, das örtliche Mietniveau, die Nachnutzungsmöglichkeiten von Immobilien.

    • Oftmals zeichnet die Schließung eines Magnetbetriebes im Zentrum oder die Betriebsaufgabe einer nicht-integrierten Großfläche ursächlich. Voran in Klein- und Mittelstädten kann beispielsweise eine Warenhausschließung dramatische Einbrüche des Zentralitätsindex nach sich ziehen. Dies vor allem mittelbar, über Domino-Effekte, also serienweise Aufgaben von Betrieben, die auf frequenzerzeugende Wirkungen des Magneten angewiesen sind.

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Aktualisierung: 17.11.2009© Elmar Pfeiffer, 80335 München (Impressum)Elmar.Pfeiffer@gmx.de