Einzelhandelszentralität - Indexbetrachtung

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    1 Intro

    Das Thema Einzelhandelszentralität blitzt in verschiedenen Artikeln dieser Homepage auf, so im Beitrag zur Handelsflächenexpansion.

    Hinter dem eingängigen Begriff verbirgt sich eine vielschichtige Materie. Sie bewegt und erregt die Gemüter von Planern, Händlern, Projektentwicklern. - Worum geht es? Nun, um verbrauchergerechte Versorgungssysteme, Kaufkraftströme und -bindungen, die Existenz großer und kleiner Händler, die Attraktivität von Städten und und und. Nahezu durchgängig findet eine Größe Beachtung im Rahmen diesbezüglicher Diskussionen: Der Zentralitätsindex. Er löst - je nachdem, ob hoch oder niedrig - Gefühle aus, die von Niedergeschlagenheit bis Entzücken reichen, von Bedauern bis Neid.


    2 Zentralitätsmaßstab

    Orte unterscheiden sich hinsichtlich ihrer versorgungstechnischen Stellung: Beschreibend bringt das u. a. die in der Raumordnung und Landesplanung übliche Einordnung von Orten als Ober-, Mittel-, Unter- und Kleinzentrum zum Ausdruck.

    Quantitativ lässt sich die jeweilige Bedeutung von Orten im Einzelhandelsbereich - grob und beileibe nicht so wirklichkeitsgerecht wie von vielen Planern angenommen - in Form einer Kennziffer ausdrücken: Dem Zentralitätsindex. Dieser bildet das Verhältnis von örtlichem Einzelhandelsumsatzes zu ortseigenem Marktpotenzial ab. Die Berechnungsformel lautet:


    Umsatz (in Währungseinheit) * 100

    Marktpotenzial (in Währungseinheit)


    Werte über 100 verweisen auf eine positive Kaufkraftstrombilanz. Sie besagen, dass Kaufkraftzuflüsse (grundsätzlich auftretende) Kaufkraftabflüsse übersteigen. Kurz: Der Ort erzielt einen Bedeutungsüberschuss. Werte unter 100 drücken eine negative Kaufkraftstrombilanz aus. Es fließt also mehr Kaufkraft ab als ein.

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Aktualisierung: 17.11.2009© Elmar Pfeiffer, 80335 München (Impressum)Elmar.Pfeiffer@gmx.de