Non-Food-Discounter
Discounter im Nicht-Lebensmittelbereich. Verbreitet handelt es sich um (->) Fachmärkte. Beispiele: Eisele, Takko (beide Bekleidung), Deichmann (Schuhe), MediaMarkt (Unterhaltungselektronik / Elektro), Roller (Möbel). Bevorzugter Standort: Pkw- bzw. verkehrsorientiert.
Fachgeschäft
Branchenbetrieb mit tiefem, service- und beratungsintensivem, vergleichsweise anspruchsvollem Angebot. Er nimmt kleine und mittlere Geschäftsflächen ein. Fachgeschäfte sind in besonderem Maße auf Verbundwirkungen angewiesen. Sie repräsentieren den "klassischen" Einzelhandel. Häufig handelt es sich um Traditionsbetriebe. Sie sind überdurchschnittlich häufig von Eigentümern geführt, jedoch eine zunehmend von Filialisten getragene Betriebsform. Beispiele: Blume 2000, Benetton, Bonita, Orsay, Pimkie (alle Mode), Douglas (Parfümerie), Görtz, Leiser (beide Schuhe), Jean Pascale (Lederwaren), Juwelier Weiss (Uhren / Schmuck), WMF (Haushaltswaren), der "Spanier" Zara (Mode). Bevorzugter Standort: Standortgeneralist. Verbreitet in Nahbereichs-, Stadt-, Stadtteil-, Einkaufszentren, Galerien / Passagen und SB-Warenhaus-Shopzonen.
Spezialgeschäfte sind eine Sonderform von Fachgeschäften. Ihr An
gebot ist besonders tief gegliedert. Sie befriedigen hoch entwickelte Auswahlansprüche. Typisch sind intensive Beratung sowie Angebote hochwertiger produktbezogener Dienstleistungen. Unterschieden werden können Non-Food- sowie Food-Spezialisten: Beispiele für Kategorie 1 bieten Anbieter von Brautmoden, Jagdmoden, Waffen. In Kategorie 2 fallen (hochklassige) Vinotheken, Teeläden usw. Bevorzugter Standort: Vorwiegend Randlagen von Großstadtzentren. Grund: Viele Spezialgeschäfte benötigen sehr große Einzugsgebiete. Rechts die Ablichtung eines ausdrucksstark präsentierenden Spezialgeschäfts in einer Münchener Passage.
Großflächiges, oft ausnehmend preisaggressives Fachgeschäft mit Branchenspezialisierung, das ein breites und / oder tiefes Sortiment führt. Zugrunde liegt ein Selbstbedienungskonzept, wobei dem Kunden Beratung und Service angeboten werden. Beispiele: Adler (Mode), Decathlon (Sport), Deichmann (Schuhe), Hammer (Heimtex), Saturn (UE / Elektro: Saturn führt 100.000 Artikel, der als knallharter Discounter positionierte MediaMarkt "nur" 40.000). Bevorzugter Standort: Mehrheitlich verkehrsorientiert, so an Ein- und Ausfallstraßen, in Gewerbe- und Sondergebieten. Oft gebündelt in Fachmarktzentren, stark vertreten auch in Einkaufszentren. Einige Fachmarktbetreiber belegen auch City-Standorte (z. B. Saturn).
Fabrikverkaufsladen. Handelsbetrieb, der von Herstellerseite betrieben wird, den regulären Einzelhandel also umgeht. -> Bildung von Fabrikverkaufszentren bzw. Factory Outlet Centers. Bevorzugter Standort: Individualverkehrsorientiert.
Vertrieb von Restposten, Havarie- und / oder aus Konkursen stammender Ware zu Niedrigpreisen. Demzufolge wechselt das Sortiment ständig. Bevorzugter Standort: Verkehrsorientiert, zunehmend auch in Innenstädten, hier hauptsächlich in Randbereichen.