Bau- und Heimwerkermärkte

1 Intro

Im Hausbau und Ausbaubereich, im Hobby- und Freizeitsegment rollt die do-it-yourself-Welle seit Jahren. Die "Selbermacher" finden entsprechendes Material u. a. in Bau- und Heimwerkermärkten. Deren "große" Namen sind weithin bekannt. Wie sehr sich die Betreiberkonzepte trotz aller Gemeinsamkeiten unterscheiden, wie die Märkte funktionieren, was sie sind, leisten und bieten, vermögen indes die wenigsten Kunden und / oder Immobilienwirtschaftler zu bestimmen. Wer etwa weiß, dass die Verkaufsfläche deutscher Baumärkte (inclusive Freiflächen) den Büroflächenbestand der Frankfurter Region deutlich übertrifft?

Dieser Beitrag beleuchtet diese Betriebsformen näher. Sie sind interessanter Bestandteil unserer Einzelhandelslandschaft und Immobilienszene.

2 Betriebstypendefinitionen

Bau- und Heimwerkermärkte zählen zu den vergleichsweise jungen Betriebstypen. Eine eindeutige, eine verbindliche Betriebstypendefinition besteht nicht.

2.1 Baumarkt

Aus der Praxis heraus können Baumärkte folgendermaßen definiert werden: Ein Baumarkt ist ein auf Selbstbedienung bzw. Kundenvorauswahl setzender Einzelhandelsbetrieb, der auf überdachten Verkaufsflächen ab 1.000 qm mindestens 25 Warengruppen aus den sechs Bereichen

führt. Zu der Betriebsform zählen einzelhandelsorientierte Märkte, die ein breites Sortiment ohne einseitigen Schwerpunkt anbieten. Spezialisten wie Fliesenfachmärkte gehören nicht zum diesem Markttyp. Gemäß dieser Definition ist der Baumarkt also kein Fachmarkt. Er ist als Warenhaus mit Sortimentsschwerpunkt im do-it-yourself-Bereich aufzufassen. Seit Jahren ist die Angliederung von Gartencentern bzw. entsprechenden Abteilungen Standard.