Business Improvement Districts

1 Definition des BID

Ein Business Improvement District (BID) ist ein räumlich begrenzter, meist innerstädtischer Bereich, in dem sich Grundeigentümer und Gewerbetreibende zusammenschließen, um auf Grundlage eines abgestimmten Arbeitsprogramms sowie mit einer gemeinsamen verpflichtenden Abgabe die Instandhaltung und Steigerung der Attraktivität ihres Geschäftsquartiers zu erreichen.

1.1 Gründung

Die Gründung eines BID erfolgt zumeist auf Initiative der vor Ort aktiven Grundeigentümer und Gewerbetreibenden. Dabei muss sich die einfache Mehrheit der Betroffenen für ein BID aussprechen. Durch Beschluss der Gemeindevertretung erfolgt die Konstituierung eines BID. BIDs sind in Nordamerika zeitlich - meist auf vier bis fünf Jahre - befristet, sofern die Mitglieder sich nicht für eine Verlängerung entscheiden.

1.2 Rechtsform und Finanzierung

Die Standortgemeinschaft erhält die Rechtsform eines Vereins oder einer GmbH und finanziert sich über Mitgliedsbeiträge, die zusammen mit der Grundsteuer erhoben werden. Dieser Beitrag muss auch von den Grundeigentümer und Gewerbetreibenden, die sich gegen die Gründung des BID ausgesprochen haben, gezahlt werden. Damit wird Trittbrettfahrertum ausgeschlossen.

Die Höhe der erhobenen Gelder ist abhängig vom Umfang der erforderlichen Maßnahmen und wird zumeist in Abhängigkeit von der Größe der Laden-, bzw. Bürofläche anteilig von den Grundeigentümern und Gewerbetreibenden erhoben.

1.3 Aktivitäten

Die Aktivitäten von BIDs ergänzen die von kommunaler Seite erbrachten Leistungen, wie z. B.: