Assetmanagement im Lebenszyklus von Immobilien (3)

2.2 Verwertungsphase

Am Ende des Lebenszyklus, also in der Verwertungsphase steht für das Asset Management die Prüfung alternativer Verwertungsmöglichkeiten im Vordergrund. Hierbei geht es um die Frage, welche Möglichkeiten in Anbetracht des jeweiligen Marktes wirtschaftlich sinnvoll sind bzw. die beste Rendite versprechen.

Die Rendite aus der Verwertung lässt sich auch als Wert des Quotienten aus (Veräußerungs-) Erlös geteilt durch Nachinvestition verstehen.

wobei sich der Veräußerungserlös auch als Produkt von Marktrendite und erzielbarem Mietertrag beschreiben lässt.

Durch die Marktrendite, aber auch den am Standort erzielbaren Mietertrag (als Produkt aus Standortfaktoren und Markt) wird das Ergebnis für das Asset Management zumindest teilweise nicht beeinflussbar.

Steuerbar ist hingegen die Größe der Nachinvestition. Theoretisch ließe sich über diese Variable unter objektiv gegebenen Marktbedingungen jede Rendite erzielen. Praktisch steht die Größe der Nachinvestition jedoch unter dem Vorbehalt der Finanzierbarkeit (durch Eigenkapital und / oder Fremdkapital). Hierauf hat jedoch in aller Regel allein der Investor, nicht jedoch das Asset Management einen Einfluss.

Anders ausgedrückt ließe sich die Nachinvestition auch als Quotient des Produkts von Marktrendite und Marktrendite im Verhältnis zur erwarteten Verwertungsrendite definieren.

Aber auch hier ist dem Asset Management die Beeinflussung des Ergebnisses weitgehend entzogen, da die erwartete Verwertungsrendite investorenseitig vorgegeben wird.