Immobilien als Assetklasse (Teil 3)

7.3 Zentrensystem als Basis

Nachfolgend vorgestelltes Modell basiert auf einem geografischen Blickwinkel. Das genügt, um ein tragendes Gerüst zu erkennen: das gewachsene Zentrensystem (vgl. Abschnitt 4.2). Ein zentrenbasiertes Raster bildet, zunächst grob, Chancen-Risiko-Verhältnisse ab. Spürbar wird bereits, dass die zweifache Ausprägung von Zentrensystemen zwischen und innerhalb von Städten bzw. Gemeinden einen Aufhänger für eine absolute Risikozuordnung bietet. Der Clou: Lageklassen lassen sich über wenige Folgeschritte einwerten. Um auf ein Beispiel zurückzukommen: 1a-Lagen von Kleinstädten werden chancen- und risikotechnisch mit jenen von Metropolen in Beziehung gesetzt. Das gelingt, indem allen Lage- bzw. Zentrenklassen eine Risikostufe zugewiesen wird. Zur besseren Nachvollziehbarkeit sei die resultierende Tabelle weiteren Überlegungen vorangestellt (die vorgestellte, von Zahlen entkleidete Matrix beinhaltet einen Imitationsschutz).

Oben abgebildetes Raster verdeutlicht zwei wesentliche Zusammenhänge:

Der "Markt" begriff diese Zusammenhänge. Nicht umsonst sind Multiplikatoren in hochrangigen Zentren höher, die Nettoanfangsrenditen niedriger als in nachgeordneten. In letzteren fordern Investoren Risikoprämien. Dasselbe geschieht innerhalb von Orten bzw. Räumen: niedrige Anfangsrenditen im Kern, höhere in Richtung Rand.