Fragen zur Seite

Wörterbücher

Immobilienbezogene sprachliche Komponenten zählen seit Jahren zu den Aushängeschildern des Portals. Als erster Sprössling dieser Linie ging ein nach und nach in beachtliche Dimensionen hineingewachsenes Immobilienwörterbuch online. Später kamen Titelseite: Wörterbuchzahlreiche Folgen der Serie EfI-"Englisch für Immobilisten" und andere kleinere Wörterbücher hinzu. Nachfolgend finden sich Fragen und Antworten rund um alte und neue Module wiedergegeben.

Arbeiten Sie bereits an einer zweiten Auflage des Wörterbuchs?

Nicht mehr an einer Druckversion, da ich inzwischen eine beträchtlich erweiterte eBook-Variante veröffentlichte (ein Klick auf das abgebildete Titelbild führt zur Beschreibung im elektronischen "Laden").

"Immobilienwirtschaft" 04 / 2010 stellte Ihr Praxiswörterbuch in der Rubrik "Neue Bücher" vor. Geschah das auf Grund Ihrer langjährigen Autorentätigkeit für die Haufe-Gruppe?

Ob gewachsene Seilschaften wirkten, fragen Sie durch die Blume? – Nein, ich informierte die Redaktion lediglich über die Neuerscheinung. Wie sich – wenig überraschend – erwies, war sie längst im Bilde und hatte eine entsprechende Nachricht bereits vorgesehen.

Wie ließ sich die Nachfrage nach Ihrem Wörterbuch an?

Erwartungsgemäß verhalten. Dabei blieb es.

Weshalb wählten Sie keinen bisherigen Verlagspartner für die Herausgabe der Druckversion Ihres Immobilienwörterbuchs aus?

Vorab: Das Druckwerk beinhaltete 8.300 deutschsprachige Einträge und ca. 12.500 Übersetzungen mehr als die Online-Variante. Es stellte somit weit mehr als eine gedruckte Online-Version dar. Doch nun die Antwort: Die Wahl fiel auf einen netzorientierten Vertreter der Branche, weil Standardverlage strikte Auflagebindungen pflegen, sämtliche Rechte vereinnahmen (wollen), alles andere als verlockende Autorenhonorare anbieten und das Wörterbuch ein Sprössling gelebter Netzkultur ist. Kurz: Ich verzichtete auf den Vorteil mächtiger Marketingmaschinerien, um mir einen möglichst großen Freiheitsgrad zu erhalten.

EfI abgesetzt? Ist die Redaktion von IW zu retten? Ich kündige mein Abonnement! Andere werden es ebenso halten! Darauf halte ich jede Wette! (Stand: 09 / 2008)

Stürmisch gewittert, Barbara ;-) – Ein schönes Kompliment.

Ich hielt EfIs "Spielwiese" nach Folge 15 für abgegrast. Nun erschien Nr. 38. Nützlich wie die Vorgängerinnen. Wie viele Folgen bekommen Sie noch hin? (Stand: 05 / 2008)

Mit Folge 1 des ursprünglich vollständig geplanten 5. Jahrgangs endete die Druckserie. Der Grund: Das Erscheinungsmagazin ging in einen Relaunch, der kaum etwas beließ wie es war. – Die Serie setze ich allerdings im Immobilien-Kosmos fort. – Unregelmäßig, ab und an. 2014 erschien die "Jubiläumsfolge" Nr. 50.

EfI sicherte IWR eine USP. Verdienten Sie entsprechend daran?

Nach Steuern reichte ein Honorar hin, einen Abend für Zwei oder zwei Abende für Einen in einem von Normalverdienern als mittelpreisig empfundenen Lokal zu finanzieren.

Mit EfI gelang Ihnen ein großer Wurf. Sie schlägt Bulwiens zeitweilig in Rohmerts Immobilienbrief erschienene Englischrubrik um Längen. Goldig finde ich, dass Sie Efi als "echte" Frau positionieren. Ich vermute, die Namenswahl Ihrer Haufe-Rubrik spielte vorsätzlich auf Reflexe der zunftdominierenden Männerwelt an.

Zutreffend. Die "Kleine" entwickelte übrigens ein reges Eigenleben. Die Vorworte zahlreicher Folgen diktierte sie schlichtweg. – Sich als liebenswerte Zicke entpuppend. Apropos: Die Printversion präsentiert einige verlagsseitig veränderte Fassungen. Die Originale finden sich allesamt im IK. Und, nachdem die Druckserie mit Folge 41 auslief, schreibe ich sie gelegentlich eigens für den IK fort.

Warum bietet das Wörterbuch keine Suchmaske?

Weil ich voraussetze, dass Suchende das Alphabet beherrschen und die Sortierleisten zu nutzen verstehen. "Scrollmuffel" finden Wörter innerhalb einzelner Seiten – sofern jeweilige Begriffe vorhanden sind – im Übrigen rasch über Strg + F + Eingabe des Suchbegriffs. Über die Suchfunktion auf der Portalseite wie auch sämtlichen Verteilerseiten zweiter Ordnung lassen sich Begriffe zudem direkt ausfindig machen.

Warum arbeiten Sie mit Wortlisten, nicht datenbankbasiert?

Ich ging nie davon aus, dass ein derart großes Wörterbuch entstehen würde. – Könnte ich behaupten. Der wahre Grund ist, dass ich keine Ahnung von Datenbankprogrammierungen habe. – Und, wenn ich darin versiert wäre, ließe ich die Finger von einer zeitfressenden Umstellung.

Ist eine englisch-deutsche Version des Immobilienwörterbuchs vorgesehen?

Solch ein Projekt würde eine mehrköpfige Arbeitsgruppe lange Zeit auslasten. Kurz: Ich scheue den Arbeitsaufwand, den eine entsprechende Online-Version mit sich brächte.

Das Immobilienwörterbuch mauserte sich m. E. zur Nr. 1 im Netz. Ist es nicht Zeit, ein Forum einzurichten? (Stand 08 / 2006)

Wer sollte das betreuen? Abgesehen davon ergäbe sich wahrscheinlich ein krasses Missverhältnis zwischen Aufwand und Besuchernutzen: Die spezielle Thematik lässt vermuten, dass der IK kein sonderlich belebtes Forum erzeugen kann.

Steuern Sie weitere Wörterbücher (analog den Miniwörterbüchern "Handel" DE – EN und EN – DE) aus dem Immobilienwörterbuch aus?

Das ist nicht geplant. Thematisch gegliederte Kleinstwörterbücher bietet gleichwohl Efi – "Englisch für Immobilisten".

Ich suche eine Übersetzung für Rotgussquetschlegierung? – Können Sie diese ermitteln?

Sie treffen mich unwissentlich ins Mark. ;-) Im Ernst: Ich suchte vergeblich nach meinem Lieblingsbegriff. Bis zur Quetschlegierung drang ich vor, dem Rotguss jage ich noch hinterher.

Aus welchen Quellen stammen die im Wörterbuch enthaltenen Begriffe?

Aus Fachartikeln, Zeitungsberichten, Produktkatalogen, ausnahmsweise auch "normalen" Wörterbüchern, Gesprächen und und und (siehe Hinweise).

Mir fiel auf, dass andere Quellen Begriffe aus Ihrem Wörterbuch übernehmen. Stört Sie das?

Nein. Auch mein Wörterbuch stützt sich auf Arbeit und Engagement anderer. Solange "Abkupferer" nicht-kommerzielle Zwecke verfolgen und nicht ganze Wortbatterien abschreiben, erscheint mir das annehmbar.

Warum enthält das Wörterbuch bis auf wenige Ausnahmen nur Substantiva?

Meines Erachtens gefährdet eine Aufnahme zahlreicher Verben den Immobilienbezug des WB. Ich nahm gleichwohl vermehrt Schlüsselbegriffe auf. Auch gingen Verben und Adjektive in Verbindung mit Hauptwörtern ein (Beispiel: Architektur, barocke).

Sind im Immobilienwörterbuch aufgeführte Begriffe garantiert richtig?

Für die Richtigkeit verbürge ich mich nicht. Ein enstprechender Verweis findet sich im Fußbereich aller Einzelseiten des Wörterbuches, zudem im Impressum.

Das Wörterbuch enthält massenhaft Fachtermini aus allen Bereichen der Immobilienwirtschaft. – Nicht böse sein: Nur, wissen Geographen, was ein Injektionsmörtel ist?

Zumindest einer weiß es. Um Ihre (unausgesprochene) Frage zu beantworten: Um "Dendrochronologie" zu übersetzen, bedarf es keiner eingehenden Kenntnis photosynthetischer Prozesse. Zur "Mörtelkunde": Die Begriffe verprobte eine Übersetzerin des europäischen Branchenverbandes; sie sind niet- und nagelfest.

Viele Begriffe erscheinen mir wenig alltagsrelevant. Blähen Wörter wie Flachdachfolie das Wörterbuch nicht unnötig auf?

Spätestens, wenn eindringendes Regenwasser einen Flachbau flutet, offenbart sich die Alltagsrelevanz des Begriffs. Die beigemessene Bedeutung bestimmt sich naturgemäß nach beruflichen und privaten Interessen jeweiliger WB-Nutzer. Eine Auswertung der Suchstatistik deckt übrigens auf, dass gerade "Exoten" gefragt sind (Stülpschalung, beispielsweise), die sich in gebräuchlichen Wörterbüchern nicht finden.

Was haben Begriffe wie Windsog und -druck mit Immobilien zu tun?

Hochhausplaner fürchten Winde mehr als Erdbeben. Fehlorientierte Passagen können Luftbewegungen von Orkanstärke erzeugen. Und, in Manhattans Häusermeer finden Sie sich zurecht, orientieren Sie sich am Wind (Ost / West, auf- / ablandig). Weiterhin: Warum waren die Westends von Städten (in Westwindzonen) gehobene Wohnquartiere, die östlichen Gegenstücke wenig begehrt? – Am Wind lag es.

Warum erklären Sie wenige Begriffe näher?

Weil ein Wörterbuch, kein Glossar erarbeitet wurde. Diverse Glossare sind übrigens geplant, einige enthalten (siehe Betriebsformen des Einzelhandels, Lage- und Zentrentypen, Hotelwirtschaftliches Glossar usw.).

Weshalb beinhaltet das Wörterbuch relativ wenige finanztechnische und steuerrechtliche Begriffe?

Beide Bereiche zählen zu meinen schwächer entwickelten Wissensfeldern, erforderten zudem einen eher lexikalischen bzw. glossarischen Aufbau. Was nutzt etwa eine Übersetzung von 6b EStG? Apropos: Einem Briten zu erklären, was 6b birgt, setzt voraus, die Begriffe für Buch-, Verkehrs-, Bodenwert, Abschreibung usw. zu kennen. All diese finden sich im Wörterbuch. Und, zwischenzeitlich legten die angeschnittenen Bereiche deutlich zu.

Ist das Wörterbuch im doc- oder pdf-Format erhältlich?

Nein. Ich biete jedoch eine erheblich erweiterte eBook-Version an (siehe oben auf dieser Seite).