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    5 Fragen zu den Wörterbüchern / zum Englischkurs

    Weshalb veröffentlichen Sie Efi nicht als Büchlein. Das böte sich doch an. Vielleicht eine Kombination aus den thematischen Miniwörterbüchern und dem Englischkurs.

    Tatsächlich nahm ich eine beide EfI-Linien kombinierende Buchversion in Angriff. Bis diese druckreif wird, fließt freilich noch viel Wasser den Main, die Isar, die Elbe hinab.


    "Immobilienwirtschaft" 04 / 2010 stellte Ihr Praxiswörterbuch in der Rubrik "Neue Bücher" vor. Geschah das auf Grund Ihrer langjährigen Autorentätigkeit für die Haufe-Gruppe?

    Ob gewachsene Seilschaften wirkten, fragen Sie durch die Blume? - Nein, ich informierte die Redaktion lediglich über die Neuerscheinung. Wie sich - wenig überraschend - erwies, war sie längst im Bilde und hatte eine entsprechende Nachricht bereits vorgesehen.


    Wäre es nicht sinnvoll, die Online-Version des Immobilienwörterbuchs erheblich zu kürzen, um die Vermarktung des Druckwerks zu unterstützen?

    An sich ja, doch scheue ich einen solchen Schritt. - Noch jedenfalls. Ich zähle darauf, dass sich die gegenüber der Netzversion weit größere Anzahl von Einträgen im "Praxiswörterbuch Immobilienwirtschaft" letztlich in entsprechende Nachfrage übersetzen wird. Bleibt diese aus, nehme ich ich die Online-Version womöglich vom Netz. Sie auszudrucken (wenn denn ohne größeren Aufwand möglich), ist übrigens unsinnig. Das kostet mehr als ein Kauf des Buches und führt zu einer "Zettelwirtschaft".


    Wie ließ sich die Nachfrage nach Ihrem Wörterbuch an?

    Erwartungsgemäß verhalten. Mitte 02 / 2010 platzte der sprichwörtliche Knoten. - Jedenfalls gemessen an meinen von vornherein bescheidenen Erwartungen.


    Weshalb wählten Sie keinen bisherigen Verlagspartner für die Herausgabe der Druckversion Ihres Immobilienwörterbuchs aus?

    Vorab: Das Druckwerk beinhaltet rund 8.300 deutschsprachige Einträge und ca. 12.500 Übersetzungen mehr als die Online-Variante. Es stellt somit weit mehr als eine gedruckte "Version" im engeren Sinn dar. Doch nun die Antwort: Die Wahl fiel auf einen netzorientierten Vertreter der Verlagsbranche, weil "Standardverlage" strikte Auflagebindungen pflegen, sämtliche Rechte vereinnahmen (wollen), alles andere als verlockende Autorenhonorare anbieten und das Wörterbuch ein "Sprössling" gelebter Netzkultur ist. Kurz: Ich verzichtete auf den Vorteil mächtiger Marketingmaschinerien, um mir einen möglichst großen Freiheitsgrad zu erhalten.


    Bezug nehmend auf den letzten Eintrag zum Praxiswörterbuch Immobilienwirtschaft: Wie definieren Sie "rege nachgefragt? (Stand 11/ 2009)

    Gute Frage, Christine. 200 verkaufte Bücher würde ich als Erfolg betrachten, 300 überträfen kühne Erwartungen.


    Die Portalseite verrät, dass eine stark erweiterte Fassung des immobilienwirtschaftlichen Wörterbuchs als Druckwerk erschien. Legen Sie dort eingegangene Begriffe in der Online-Version nach? (Stand 12/ 2009)

    Nein, das tue ich nicht. Sollte die Druckfassung rege nachgefragt werden, mache ich mich an eine erweiterte zweite Auflage. Erst dann könnte die Online-Version neuerlich zulegen. Allerdings dürften zwei, drei Jahre ins Land gehen, bis eine gedruckte Neuauflage erscheint. - Wenn es denn eine gibt. Der Arbeitsaufwand für das Erstlingswerk war enorm und dürfte unter Einkommensaspekten betrachtet in die Rubrik "Selbstausbeutung" fallen.


    Werden Sie im Rahmen des Englischkurses weitere Stadtprofile analog "Würzburg" präsentieren?

    Das ist vorgesehen. Seit der Leseranfrage erschienen bereits weitere Stadtprofile zu Hamburg (11 / 2008), Rhodos (01 / 2009), Swakopmund, Sankt Petersburg, Rom (alle 04 / 2010), Budapest, Colombo (beide 06 / 2010), Trogir, Dubrovnik (beide 07 / 2010), Istanbul und Palma (beide 08 / 2010). Heiße Anwärter sind Agra, Chicago, Dublin, Graz, Moskau, New York, Philadelphia und Prag. "Wiener Luft" lässt sich in Folge 8, dem Wiener Immobilientreff (03 / 2010), schnuppern.


    Wird das neue "Schmankerl", der EfI-Englischkurs, zur regelmäßig erscheinenden Serie? (Stand 10 / 2008)

    Zur folgenreichen Serie - welch nette Mehrdeutigkeit - dürfte er werden. Neue Geschichten veröffentliche ich je nach Lust und Laune, also in unregelmäßigen Abständen.


    Auf immer mehr Seiten des Immobilienwörterbuchs funktioniert kein Rechtscklick mehr, keine Markier- und Kopierfunktion. Anscheinend lassen sich Seiten entgegen einer in der "Internet-Ecke" getroffenen Aussage doch kopierschützen. Das aber nur am Rande: Warum bauen Sie solche Sicherungen ein?

    Zu Frage 1: Diese vermeintliche Sicherung ist leicht zu umgehen, stellt also keinen Kopierschutz im eigentlichen Sinn dar. Zu 2: Es häuften sich Fälle, in denen naive, dreiste, geistlose oder einfach manierenlose Zeitgenossen das komplette Wörterbuch als Excel- oder Pdf-Datei - und selbstredend ohne Quellbezug (der rechtlich nichts am Sachverhalt einer gravierenden copyright-Verletzung ändern würde) zum Download anboten. Da in dem Wörterbuch einige Tausend Arbeitsstunden stecken, säuert mich solcherlei zweifach an und veranlasste 2008 erste Abmahnungen gegen Privatpersonen wie (publizierende) Unternehmen.


    EfI abgesetzt? Ist die Redaktion von IW zu retten? Ich kündige mein Abonnement! Andere werden es ebenso halten! Darauf halte ich jede Wette!

    Stürmisch gewittert, Barbara ;-) - Ein schönes Kompliment.


    Ich hielt Efis "Spielwiese" nach Folge 15 für abgegrast. Nun erschien Nr. 38. Nützlich wie die Vorgängerinnen. Wie viele Folgen bekommen Sie noch hin?

    Mit Folge 1 des ursprünglich vollständig geplanten 5. Jahrganges beendete ich die Druckserie. Der Grund: Das Erscheinungsmagazin, "Immobilienwirtschaft", ging in einen kompletten Relaunch, der kaum etwas beließ wie es war. - Die Serie setze ich allerdings im Immobilien-Kosmos fort. - Unregelmäßig, ab und an.


    Efi sicherte IWR eine USP. Verdienen Sie entsprechend daran?

    Nach Steuern reichte ein Honorar hin, einen Abend für Zwei oder zwei Abende für Einen in einem von Normalverdienern als mittelpreisig empfundenen Lokal zu finanzieren.


    Warum bietet das Wörterbuch keine Suchmaske?

    Weil ich voraussetze, dass Suchende das Alphabet beherrschen und die Sortierleisten zu nutzen verstehen. "Scrollmuffel" finden Wörter innerhalb einzelner Seiten - sofern jeweilige Begriffe vorhanden sind - im Übrigen rasch über Strg + F + Eingabe des Suchbegriffs. Über die Suchfunktion auf der Portalseite wie auch sämtliche Verteilerseiten zweiter Ordnung lassen sich Begriffe zudem direkt ausfindig machen.


    Warum arbeiten Sie mit Wortlisten, nicht datenbankbasiert?

    Ich ging nie davon aus, dass ein derart großes Wörterbuch entstehen würde. - Könnte ich behaupten. Der wahre Grund ist, dass ich keine Ahnung von Datenbankprogrammierungen habe. - Und, wenn ich darin versiert wäre, ließe ich die Finger von einer zeitfressenden Umstellung.


    Ist eine englisch-deutsche Version des Immobilienwörterbuchs vorgesehen?

    Solch ein Projekt würde eine mehrköpfige Arbeitsgruppe lange Zeit auslasten. Kurz: Ich scheue den Arbeitsaufwand einer Online-Version. Inzwischen nimmt gleichwohl ein Englisch - Deutsches Gegenstück des 2009 als Druckwerk veröffentlichten "Praxiswörterbuch Immobilienwirtschaft Deutsch - Englisch" Konturen an.


    Das Immobilienwörterbuch mauserte sich m. E. zur Nr. 1 im Netz. Ist es nicht Zeit, ein Forum einzurichten? (Stand 08 / 2006)

    Wer sollte das betreuen? Abgesehen davon ergäbe sich wahrscheinlich ein krasses Missverhältnis zwischen Aufwand und Besuchernutzen: Die spezielle Thematik lässt vermuten, dass der IK kein sonderlich belebtes Forum erzeugen kann.


    Steuern Sie weitere Wörterbücher (analog den Miniwörterbüchern "Handel" DE - EN und EN - DE) aus dem Immobilienwörterbuch aus?

    Das ist nicht geplant. Thematisch gegliederte Kleinstwörterbücher bietet gleichwohl Efi - "Englisch für Immobilisten".


    Warum lässt sich das Wörterbuch nicht ausdrucken? Weshalb kann ich heruntergeladene Seiten nicht in gängige Textformate konvertieren?

    Das frage ich mich auch. Will sagen: Die Drucksperre baute ich nicht vorsätzlich ein. Offengestanden weiß ich nicht, wie eine solche zu programmieren ist. Gleiches gilt hinsichtlich der Konvertierungsresistenz.


    Ich suche eine Übersetzung für Rotgussquetschlegierung? - Können Sie diese ermitteln?

    Sie treffen mich unwissentlich ins Mark. ;-) Im Ernst: Ich suchte vergeblich nach meinem Lieblingsbegriff. Bis zur Quetschlegierung drang ich vor, dem Rotguss jage ich noch hinterher.


    Aus welchen Quellen stammen die im Wörterbuch enthaltenen Begriffe?

    Aus Fachartikeln, Zeitungsberichten, Produktkatalogen, ausnahmsweise auch "normalen" Wörterbüchern, Gesprächen und und und (siehe auch Hinweise).


    Mir fiel auf, dass andere Quellen Begriffe aus Ihrem Wörterbuch übernehmen. Stört Sie das?

    Nein. Auch mein Wörterbuch stützt sich auch auf Arbeit und Engagement anderer. Solange "Abkupferer" nicht-kommerzielle Zwecke verfolgen und nicht ganze Wortbatterien abschreiben, erscheint mir das annehmbar.


    Warum enthält das Wörterbuch bis auf wenige Ausnahmen nur Substantiva?

    Meines Erachtens gefährdet eine Aufnahme zahlreicher Verben den Immobilienbezug des WB. Ich nahm gleichwohl vermehrt Schlüsselbegriffe auf. Auch gingen vermehrt Verben und Adjektive in Verbindung mit Hauptwörtern ein (Beispiel: Architektur, barocke).


    Das Wörterbuch klammert viele auf anderen Seiten zu findende Begriffe aus. - Weshalb?

    Aus drei Gründen: Einmal vermisse ich häufig einen unmittelbaren Immobilienbezug. Zum anderen fügen sich manche Begriffe nicht in mein Konzept, widersprechen also der (angestrebten) Ausrichtung des WB. Schließlich erscheinen mir viele Übersetzungen zweifelhaft, unscharf oder unzutreffend. Ich nehme einzig verplausibilisierte Begriffe auf.


    Das Wörterbuch wirkt gewachsen. Sie scheinen keines der Standard-WB der Immobilienzunft zu bemühen. Zwei Fragen: 1. Ist das so? 2. Warum wählen Sie den schweren Weg?

    Zu 1: Treffer. Zu 2: Mich fliehen Lust und Laune, Wortlisten abzutippen. In das WB geht ein, was mir im Alltag "begegnet", was ich zu begreifen glaube.


    Sind aufgeführte Begriffe garantiert richtig?

    Für die Richtigkeit verbürge ich mich nicht. Ein indirekter diesbezüglicher Verweis findet sich im Intro des WB, zudem im Impressum.


    Das Wörterbuch enthält massenhaft Fachtermini aus allen Bereichen der Immobilienwirtschaft. - Nicht böse sein: Nur, wissen Geographen, was ein Injektionsmörtel ist?

    Zumindest einer weiß es. Um Ihre (unausgesprochene) Frage zu beantworten: Um "Dendrochronologie" zu übersetzen, bedarf es keiner eingehenden Kenntnis photosynthetischer Prozesse. ;-) Zur "Mörtelkunde": Die Begriffe verprobte eine Übersetzerin des europäischen Branchenverbandes; sie sind niet- und nagelfest.


    Viele Begriffe erscheinen mir wenig alltagsrelevant. Blähen Wörter wie Flachdachfolie das Wörterbuch nicht unnötig auf?

    Spätestens, wenn eindringendes Regenwasser einen Flachbau flutet, offenbart sich die Alltagsrelevanz des Begriffs. Die beigemessene Bedeutung bestimmt sich naturgemäß nach beruflichen und privaten Interessen der WB-Nutzer. Eine Auswertung der Suchstatistik deckt übrigens auf, dass gerade "Exoten" gefragt sind (Stülpschalung beispielsweise), die sich in gebräuchlichen Wörterbüchern nicht finden.


    Was haben Begriffe wie Windsog und -druck mit Immobilien zu tun?

    Hochhausplaner fürchten Winde mehr als Erdbeben. Fehlorientierte Passagen können Luftbewegungen von Orkanstärke erzeugen. Und, in Manhattans Häusermeer finden Sie sich zurecht, orientieren Sie sich am Wind (Ost / West, auf- / ablandig). Weiterhin: Warum waren die Westends von Städten (in Westwindzonen) gehobene Wohnquartiere, die östlichen Gegenstücke wenig begehrt? - Am Wind lag es.


    Warum erklären Sie wenige Begriffe näher?

    Weil ein Wörterbuch, kein Glossar erarbeitet wurde. Diverse Glossare sind übrigens geplant, zwei bereits enthalten (siehe Betriebsformen des Einzelhandels sowie Lage- und Zentrentypen).


    Weshalb beinhaltet das Wörterbuch relativ wenige finanztechnische und steuerrechtliche Begriffe?

    Beide Bereiche zählen zu meinen schwächer entwickelten Wissensfeldern, erforderten zudem einen eher lexikalischen bzw. glossarischen Aufbau. Was nutzt etwa eine Übersetzung von 6b EStG? Apropos: Einem Briten zu erklären, was 6b birgt, setzt voraus, die Begriffe für Buch-, Verkehrs-, Bodenwert, Abschreibung usw. zu kennen. All diese finden sich im WB. Und, zwischenzeitlich legten die angeschnittenen Bereiche deutlich zu.


    Ich bin Spaniern, Germanistin und Bauingenieurin. Ich will Ihr Wörterbuch ins Spanische übersetzen. Können wir das gemeinsam tun?

    Dass Sie wollen, nicht möchten, verrät Bestimmtheit. Leider reicht mein Spanisch an mein Hindi heran ;-). Bündig gesprochen: No ablo. Perdone bzw. perdona (falls ich eine gewisse Vertrautheit unterstellen darf).


    Ist das Wörterbuch im doc- oder pdf-Format erhältlich?

    Nein. Im Dezember 2009 veröffentlichte ich jedoch das "Praxiswörterbuch Immobilienwirtschaft", das im Kern auf die Online-Version aufsetzt. Die Druckfassung beinhaltet 62.600 deutsche Ausgangsbegriffe und geschätzte 85.000 Übersetzungen. Sie erschien bei Shaker Media, umfasst 866 Seiten und kostet 68 EUR. ISBN 978-3-86858-245-1.


    Haben Sie alle gelisteten Begriffe im Kopf?

    Drollige Frage. - Zwei oder drei vergessen wir doch alle ;-) Im Ernst: Rund 50 % könnte ich nicht aus dem Stegreif übersetzen.


    Geben Sie Privatunterricht in Geschäfts- bzw. Immobilienenglisch?

    Nein, antwortete ich damals. Inzwischen tat ich es. Es vergnügte, weil die vier jungen Damen feuereifrig bei der Sache waren - und Freundinnen wurden. Gleichwohl war das ein einmaliger Ausflug in Lehrergefilde.


    Sind Sie als Übersetzer bzw. Fachlektor zu gewinnen.

    Für allgemeine Themen gibt es geeignetere Kandidaten. Immobilienbezogen nehme ich ab und zu Aufträge an.

Literaturhinweis

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Aktualisierung: 29.08.2010© Elmar Pfeiffer, 80335 München (Impressum)Elmar.Pfeiffer@gmx.de